Gegen den nun wiedergewählten Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, dem er 2016 in einer Stichwahl unterlegen ist, wollte er heuer nicht in den Wahlkampfring steigen. Aber Ex-FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer hat die Hoffnung auf einen späteren Einzug in die Hofburg nicht aufgegeben. Bei der nächsten Bundespräsidentenwahl – regulärer Termin wäre 2028 – möchte er nochmals antreten. Das machte der Burgenländer im ORF-Burgenland deutlich.

Hofer, der derzeit Dritter Nationalratspräsident ist, wertete das Abschneiden von Volksanwalt und Ex-FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz bei dieser Bundespräsidentenwahl als Erfolg. Rosenkranz ist am Sonntag nach Auszählung der Briefkarten-Stimmzettel auf 17,7 Prozent der Stimmen und damit auf Platz zwei gekommen, hat damit aber prozentuell nur die Hälfte der Stimmen Hofers im ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl 2016 mit gut 35 Prozent erhalten. Dennoch sagte Hofer: "Das ist ein gutes Ergebnis, das zweitbeste in der Geschichte der FPÖ für einen freiheitlichen Kandidaten, und da muss er sich keinesfalls verstecken." In Wien hat allerdings Dominik Wlazny vor dem FPÖ-Kandidaten Platz zwei geschafft.

Hofer hatte bereits heuer im Frühjahr angekündigt, dass er bei der heurigen Bundespräsidentenwahl nicht gegen Amtsinhaber Van der Bellen antreten werde, aber bereits mit einer Bewerbung bei der nächsten Hofburg-Wahl geliebäugelt. Das hat er nun bekräftigt: "Wobei man in der Politik ja nie weiß, was unmittelbar auf einen zukommt. Es ist doch noch einige Zeit hin bis zur nächsten Wahl. Vor habe ich es, es würde mich sehr reizen, aber es werden dann eine Reihe von neuen Kandidaten und auch hoffentlich endlich einmal eine Kandidatin ins Rennen gehen. Und das wäre für mich sehr interessant, mich hier zu messen. Ich würde dafür zur Verfügung stehen und kann mir gut vorstellen, dass es eine gute Chance gäbe, eine solche Wahl zu gewinnen", so Hofer.

2016 war eine "ganz besondere Wahl"

Hofer erreichte bei der zweiten Stichwahl 2016 im Burgenland 58 Prozent der Stimmen, im Vergleich dazu ist das Ergebnis der Wahl 2022 ein deutlicher Verlust für die FPÖ. Dazu sagte Hofer am Montag: "Das war natürlich damals eine ganz besondere Wahl, bei der ich das Glück hatte, sehr viel an Vertrauen zu bekommen. Und dieses Vertrauen wurde dann auch im Laufe des Wahlkampfes noch weiter ausgebaut. Und damals war es ein besonders gutes Ergebnis, aber nichtsdestotrotz, Walter Rosenkranz hat das zweitbeste Ergebnis erreicht und das ist sehr bemerkenswert."

Die Bundes-FPÖ zeigte sich unmittelbar nach der Wahl am Sonntag zufrieden mit dem Abschneiden für Rosenkranz, der jetzt wieder als Volksanwalt tätig ist. Allerdings wird das magere Ergebnis in Wien zumindest intern noch für Nachwehen und Diskussionen sorgen. (red.)