Wien. Viele Mitglieder von Wahlbehörden haben heute, Sonntag, einen langen Arbeitstag. Ein Drittel der Wahllokale (3.462 von 10.292) hat acht Stunden und länger geöffnet, danach muss noch ausgezählt werden. Schwer ins Gewicht fallen dabei die 1.550 von 7.00 bis 17.00 Uhr geöffneten Sprengel Wiens. Weniger als ein Zehntel der Wahlsprengel steht nur für bis zu drei Stunden zur Stimmabgabe zur Verfügung.

Das sind vor allem Wahllokale in kleinen Landgemeinden, aber auch Sondersprengel in Heimen, Krankenhäusern und Justizanstalten. Sechs von ihnen - Heime und Justizanstalten in Kärnten und Tirol - nehmen weniger als eine Stunde lang Stimmen entgegen.

Die meisten der österreichweit 10.292 Sprengel - nämlich 1.887 - stehen den Wählern für acht bis neun Stunden zur Verfügung. So haben die Innsbrucker von 8.00 bis 17.00 Uhr Zeit. Zehn Stunden lang kann neben Wien auch im Neuen Rathaus in Wiener Neustadt (NÖ) und im Gemeindeamt in Wolfsgraben (NÖ) gewählt werden.

Die meisten Wahllokale gibt es naturgemäß im wählerstärksten Bundesland, Niederösterreich - nämlich 2.664. Oberösterreich hat für die Wiederholung der Bundespräsidenten-Stichwahl 1.705 Wahllokale eingerichtet, Wien 1.550. Die beiden kleinsten Bundesländer Burgenland (429) und Vorarlberg (336) brauchen auch die wenigsten Wahllokale.