Wien. Kleine Parteien müssen für ein Antreten bei der Landtagswahl am 4. März mehr Mühen auf sich nehmen als Gruppen, die bereits im Landtag Klubstärke haben. Wer nicht auf Abgeordneten-Unterschriften zurückgreifen kann, braucht 400 Unterstützungserklärungen, 100 in jedem der vier Wahlkreise. Bis Freitag 13 Uhr ist noch Zeit, die vor allem die KPÖ und die Liste "F.A.I.R." auch brauchen, denn die sammeln noch.

Bereits alle 400 Unterschriften gesammelt haben die NEOS, die in Kärnten in Gemeinschaft mit der Liste "Mein Südkärnten - Moja juzna koroska" antreten: "Wir haben genügend Unterstützungserklärungen beisammen und werden sie am Dienstag oder am Mittwoch einreichen", sagte Landessprecher Hermann Bärntatz auf APA-Anfrage.

Sonderfall Team Kärnten

Einen Sonderfall stellt das Team Kärnten dar. Man ist mit einem Landesrat in der Proporzregierung, Unterschriften sammeln war trotzdem angesagt, nachdem die Landtagsfraktion zuletzt auf einen einzigen Mandatar zusammengeschrumpft war. Und zumindest drei Abgeordnete müssen unterschreiben, damit man sich das Sammeln spart. Die nötigen Unterschriften waren aber schnell beisammen.

Drei Unterschriften hätte hingegen Marion Mitsche, ehemalige Landessprecherin der Grünen, die mit der Liste "F.A.I.R." antritt. "Wir haben die Unterschriften von drei Abgeordneten, haben uns aber trotzdem entschlossen, Unterstützungserklärungen zu sammeln", sagte Mitsche gegenüber der APA. In drei der vier Wahlkreise war die nötige Zahl am Montagabend bereits erreicht, lediglich im Wahlkreis West fehlten noch ein paar. Man werde aber auf jeden Fall landesweit antreten, so Mitsche.

KPÖ tritt zu 99 Prozent in zwei Wahlkreisen an

In Westkärnten kämpft auch die KPÖ noch um das Überschreiten der Hürde, man ist sich auch nicht ganz sicher, sie zu schaffen. Zu 99 Prozent sicher sei das Antreten aber in den Wahlkreisen Klagenfurt und Villach, hieß es auf APA-Anfrage. Bereits erledigt hat das Sammeln die Liste "Verantwortung Erde", die am Montag ihre Wahlvorschläge mit Spitzenkandidat Gerald Dobernig bei der Landeswahlbehörde eingereicht hat.