Wien. Vier Bundesländer wählen 2018 ihren Landtag. Mit dem gestrigen Kärntner Beschluss sind bereits drei Termine fix. Von Jänner bis März gibt es monatlich einen Urnengang. Den Anfang machen die Niederösterreicher am 28. Jänner. Am 25. Februar wählt Tirol, am 4. März Kärnten. In Salzburg haben sich die Parteien auf den 22. April verständigt, beschlossen ist dieser Termin aber noch nicht.

Besonders spannend wird das Wahljahr 2018 für die Grünen. In Tirol, Kärnten und Salzburg stehen drei ihrer (mit Vorarlberg und Wien) fünf Regierungsbeteiligungen zur Debatte. In Kärnten kommt es zum großen Match zwischen SPÖ und FPÖ. 2013 holten sich die Sozialdemokraten bei erdrutschartigen Verlusten der skandalgeplagten Blauen erstmals seit 1994 wieder Platz eins. Peter Kaiser wurde SPÖ-Landeshauptmann und regiert seither gemeinsam mit der ÖVP und den Grünen. Bei der Nationalratswahl wurde wieder die FPÖ stärkste Partei im südlichsten Bundesland.

In den anderen drei Bundesländern treten drei ÖVP-Landeshauptleute mit größten Erfolgschancen an, um ihre Vormacht zu verteidigen. In Niederösterreich schlägt Johanna Mikl-Leitner, die heuer Erwin Pröll ablöste, ihre erste Wahl als Landeshauptfrau. Im traditionell schwarzen Tirol geht Günther Platter in seine zweite Wahl. Und in Salzburg versucht Wilfried Haslauer, den 2013 zurückgeholten Landeshauptmannsessel zu verteidigen.

2017 gibt es noch eine größere Wahl. Die Salzburger müssen - 15 Monate vor dem eigentlich regulären Wahltermin - einen neuen Bürgermeister küren. SPÖ-Stadtchef Heinz Schaden war nach der, noch nicht rechtskräftigen, Verurteilung im Untreue-Prozess von seinem Amt zurückgetreten. Sechs Kandidaten stehen am Stimmzettel. Die Entscheidung wird wahrscheinlich nicht schon am kommenden Sonntag, sondern erst in der Stichwahl am 10. Dezember fallen.