St. Pölten. Die Neos haben am Sonntag Kurs auf den Einzug in einen dritten Landtag genommen - und die Hürde geschafft. Sie erreichten dieses Ziel laut vorläufigem Endergebnis mit 5,2 Prozent und drei Mandaten leicht. Bisher waren sie nur in Wien und in Vorarlberg im Landesparlament vertreten, wobei sie 2013 in Niederösterreich, Kärnten, Tirol und Salzburg noch nicht angetreten waren. Es sei wichtig für die Neos, in den Landtagen anzukommen, so Bundesparteichef Matthias Strolz. Niederösterreich sei dabei ein wichtiger Schritt.

Auf Gemeindeebene sticht hier Gießhübel ins Auge: Dort kommen die Neos auf rund 15 Prozent, gefolgt von Bisamberg und Mödling mit mehr als 11 Prozent. Bei der Nationalratswahl im Oktober 2017 holten die Pinken in Niederösterreich 4,8 Prozent und bundesweit 5,3 Prozent.

Mit dem Einzug in den niederösterreichischen Landtag sind die Neos mit Spitzenkandidatin Indra Collini die achte Landtagspartei in der Zweiten Republik. Von 1945 bis 1959 saß auch die KPÖ im Landesparlament, 1993 bis 1998 das Liberale Forum und von 2013 bis heuer das Team Stronach. "Je mehr Kontrolle, desto besser", so Collini. Die Neos wollen ein Demokratie-Transparenzpaket schnüren, "um alle Themen vorantreiben zu können".