Den noch geringsten Verlust - von 0,45 Prozentpunkten - erzielte die ÖVP in der Gemeinde Schwertberg im unteren Mühlviertel. Dort konnte die Volkspartei ihre bisher 36,72 Prozent nahezu halten. Die Zuwächse der FPÖ gingen hier mit - unterdurchschnittlichen - 11,62 Prozentpunkten fast zur Gänze auf Kosten der SPÖ, die 11,51 Prozentpunkte verlor. In weiteren zwölf Gemeinden verlor die ÖVP weniger als fünf Prozentpunkte, in allen anderen mehr.

Die SPÖ konnte in lediglich 17 Gemeinden zulegen - und das nur zu geringen Anteilen. Den noch größten Zugewinn gab es für die Sozialdemokratie in der Innviertler Gemeinde Geiersberg mit einem Plus von 4,7 Prozentpunkten. Hier verlor die ÖVP 17,11 Prozentpunkte, die FPÖ gewann in dieser Gemeinde mit 11,06 Prozentpunkten deutlich weniger dazu als im Gesamt-Landesergebnis (plus 15,07 Prozentpunkte). In nur acht weiteren Gemeinden erzielte die SPÖ Zugewinne von mehr als einem Prozentpunkt.

St. Pantaleon am meisten von SPÖ enttäuscht

Das größte Minus setzte es für die Sozialdemokratie in der Gemeinde St. Pantaleon im Innviertel. Dort büßte die SPÖ 15,31 Prozentpunkte ein, während die FPÖ mit 19,09 Prozentpunkten überdurchschnittlich zulegte. In insgesamt 32 Gemeinden lagen die Verluste der SPÖ bei mehr als zehn Prozentpunkten.

Die Grünen verloren in 80 der 442 Gemeinden Stimmenanteile, überall sonst gab es - wenn meist auch nur leichte - Zugewinne. Das deutlichste Plus verzeichnete die Öko-Partei in der in der bisher tiefschwarzen Kleingemeinde Mörschwang im Innviertel mit einem Zuwachs von 6,82 Prozentpunkten - auf das überdurchschnittliche Ergebnis von 15,52 Prozent. In insgesamt 85 Gemeinden konnten die Grünen um mehr als zwei Prozentpunkte mehr Stimmen lukrieren als 2009.

Bestes Ergebnis für NEOS in Windhaag

Die am Landtags-Einzug gescheiterten NEOS verbuchten ihr bestes Ergebnis in Windhaag bei Perg mit 8,86 Prozent. Damit haben sie dort die - für den Sprung in den Landtag landesweit notwendige - Vier-Prozent-Hürde haushoch übersprungen. Mehr als vier Prozent schafften die NEOS in insgesamt 78 Gemeinden. Stimmen sammelten sie bei ihrem ersten Antreten in Oberösterreich in allen Gemeinden, am wenigsten in der FPÖ-Hochburg St. Georgen am Fillmannsbach, wo zwei pinke Stimmen für 0,72 Prozent sorgten. Die Blauen kamen hier auf 56,63 Prozent.