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Wahlen

Update: 03.04.2018, 12:24 Uhr

Wohnen

Große Pläne, kleine Wirkung




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Von Matthias Nagl

  • Die hohen Wohnkosten waren und sind Wahlkampfthema in Tirol und Salzburg. Der Einfluss der Politik ist aber begrenzt.

- © Wohnbaugenossenschaft Bergland

© Wohnbaugenossenschaft Bergland

Salzburg. Der Westen ist ein teures Pflaster. Beim Vergleich der Wohnungspreise liegen Salzburg und Tirol gemeinsam mit Vorarlberg und Wien seit Jahren verlässlich im Spitzenfeld. Das betrifft Preise für Miet- gleichermaßen wie für Eigentumswohnungen. In beiden Ländern steht heuer eine Landtagswahl an. In Tirol trat das neugewählte Landesparlament am Mittwoch zum ersten Mal zusammen, Salzburg wählt am 22. April. Am gleichen Tag finden in Innsbruck Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. Die Stadt am Inn ist nicht nur Tirols Landeshauptstadt, sondern zum Wohnen auch einer der teuersten Orte Österreichs.

Laut Maklerverbund Re/Max ist Innsbruck mit 220.000 Euro pro Wohnung bei den Preisen für Eigentumswohnungen drittteuerste Landeshauptstadt hinter Bregenz (254.000 Euro) und Salzburg (252.000). Bei den Mietpreisen ist Innsbruck mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 16,53 Euro laut der Immobilienplattform Willhaben überhaupt der teuerste Bezirk außerhalb des ersten Wiener Gemeindebezirks (18,67 Euro).


Salzburg liegt mit durchschnittlich 14,59 Euro pro Quadratmeter als dritter Bezirk außerhalb Wiens hinter Kitzbühel (14,76 Euro). Zusätzlich war die Steigerung im vergangenen Jahr in Innsbruck (2,8 Prozent) und Salzburg (1,9 Prozent) österreichweit am stärksten.

Diese Entwicklung ist auch an der Landespolitik nicht vorübergegangen. Mit den Mitteln der Wohnbauförderung verfügt sie über den größten Hebel in der Hand der Öffentlichkeit, um auf die Preisentwicklung Einfluss zu nehmen. 2016 gab Tirol rund 280 Millionen Euro für die Wohnbauförderung aus, Salzburg 170 Millionen Euro. Während Tirol seine Ausgaben um drei Prozent erhöhte, gab es in Salzburg den drittstärksten Rückgang an ausbezahlten Fördermitteln aller Bundesländer. Am Ergebnis lässt sich das - noch - nicht ablesen. Die Preise steigen in beiden Ländern.

Regierungen
als Baumeister

Die Bedeutung des Themas Wohnen hat in den letzten Jahren aber zugenommen. So etwa im Programm der neuen Tiroler Landesregierung von ÖVP und Grünen. Da ist Wohnen als zweites Kapitel aufgeführt, vor fünf Jahren bei der ersten Auflage von Schwarz-Grün kam das Thema Wohnen erst an neunter Stelle. Auch inhaltlich haben sich die Koalitionspartner bei diesem Thema viel vorgenommen. 2400 geförderte Wohnungen sollen in der Regierungsperiode durchschnittlich jährlich gebaut werden. Zum Vergleich: 2016 wurden in Tirol laut Statistik Austria insgesamt 6601 Wohnungen fertiggestellt. Hat der schwarz-grüne Plan also einen Einfluss auf die allgemeinen Wohnungspreise?

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Schlagwörter

Wohnen, Preise, Mieten, Parteien, Tirol, Salzburg

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Dokument erstellt am 2018-03-30 16:42:00
Letzte Änderung am 2018-04-03 12:24:05


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