• vom 22.04.2018, 19:26 Uhr

Wahlen

Update: 22.04.2018, 19:29 Uhr

Landtagswahl Salzburg

FPÖ erneut knapp unter Wahlziel




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Von WZ Online, APA

  • Wieder kein "bestes Ergebnis aller Zeiten" in Salzburg. Noch schwächerer Zuwachs wegen der FPS.

FPÖ-Spitzenkandidatin Marlene Svazek in Salzburg gibt sich zufrieden mit dem Wahlergebnis. 

FPÖ-Spitzenkandidatin Marlene Svazek in Salzburg gibt sich zufrieden mit dem Wahlergebnis. © APAweb/BARBARA GINDL FPÖ-Spitzenkandidatin Marlene Svazek in Salzburg gibt sich zufrieden mit dem Wahlergebnis. © APAweb/BARBARA GINDL

Wien/Salzburg. Die FPÖ wird zwar auch in Salzburg zulegen - aber sie wird wie schon bei den drei anderen Landtagswahlen 2018 ihr Wahlziel nicht schaffen. Und sie wird weit schlechter abschneiden, als dies vor Eintritt in die Bundesregierung zu erwarten war. Dennoch könnten die Freiheitlichen in Salzburg in die Landesregierung einziehen, wenn es nichts wird mit der Fortsetzung von Schwarz-Grün.

Mit über 20 Prozent und damit dem besten Salzburg-Ergebnis aller Zeiten hatte sich die junge Spitzenkandidatin Marlene Svazek das Ziel hoch gelegt - zumal sich die Partei in der vorigen Periode schwer zerstritten hatte und der langjährige Parteichef Karl Schnell heuer mit eigener Liste antrat. Er hat seine Ex-Kollegen wohl auch um den großen Wahlsieg gebracht: Mit beinahe fünf Prozent nahm seine FPS der FPÖ so viel weg, dass sie nur um weniger als zwei Punkte auf rund 19 Prozent (laut Hochrechnungen) zulegte.

Rückenwind von der Bundesregierung?

Damit erklärte Svazek das eher schwache Abschneiden - und sie stellte gleichzeitig fest, dass den Salzburger Blauen "die Bundesregierung Rückenwind gebracht" hat. Das dürfte aber nicht ganz zutreffen: Denn bei der Nationalratswahl 2017 haben 24,4 Prozent der Salzburger FPÖ gewählt. Das ist etwas mehr als FPÖ und FPS zusammen am Sonntag holten.

Und schon die vorigen drei Landtagswahlen des Jahres 2018 haben gezeigt, dass die FPÖ durch den Wechsel in die Bundesregierung bei Wahlen gebremst wird. Zwar legte sie in Niederösterreich, Tirol und Kärnten jeweils um etwas mehr als sechs Prozentpunkte zu, aber von niedrigen Ausgangslagen. Mit Oppositionsbonus hätten die Blauen - wie die Umfragen zeigten - die SPÖ in Niederösterreich und Tirol ziemlich sicher überholt und in Kärnten allenfalls Chancen auf Platz 1 gehabt.

Da die FPÖ jetzt aber kleiner Koalitionspartner im Bund und Parteichef Heinz-Christian Strache Vizekanzler ist, lief es bei den heurigen Wahlen nicht richtig glänzend: In Kärnten, wo sie bis 2013 Erste und Landeshauptmann-Partei war, holte sie zwar 23,4 Prozent - aber sie blieb um mehr als 24 Punkte hinter der SPÖ. In Niederösterreich legte sie auf 14,8 Prozent zu, in Tirol auf 15,5 Prozent. Von den weit über 20 bis zu 30 Prozent, die 2015 - im Zeichen der Flüchtlingskrise - ebenso noch die Regel waren wie das "beste Ergebnis aller Zeiten", ist keine Rede mehr.

Und dies, obwohl heuer die Konkurrenz durch das Team Stronach und andere 2013 starke Konkurrenten weggefallen ist. Wohl auch deshalb ist die Auswirkung des Bundes-Regierungseintritts dieses Mal nicht ganz so drastisch wie nach dem Machtwechsel des Jahres 2000. Damals musste die FPÖ umgehend Verluste hinnehmen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-22 19:27:34
Letzte Änderung am 2018-04-22 19:29:44



Wahlergebnisse Salzburg


Ergebnisse der Landtagswahl Salzburg 2018
Zu den Ergebnissen der Landtagswahl Salzburg



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