Salzburg. Die Auszählung der in fremden Wahlsprengeln per Wahlkarten abgegebenen Stimmen am Mittwochnachmittag hat das Ergebnis der Salzburger Landtagswahl 2018 so gut wie nicht mehr verändert. Es kamen nur 144 gültige Stimmen hinzu - was bei den Stimmenanteilen einzig bei der FPS von Karl Schnell eine Verschiebung an der zweiten Stelle hinter dem Komma brachte.

Auswirkungen auf die Zahl der Mandate waren bereits vor der heutigen Auszählungen ausgeschlossen worden. Das amtliche Endergebnis liegt - vorbehaltlich etwaiger Einsprüche - am kommenden Freitag nach der Sitzung der Landeswahlbehörde vor.

Inklusive aller Wahlkarten kam die ÖVP am 22. April demnach auf 37,78 Prozent - ein Plus von 8,77 Prozentpunkten. Die SPÖ verlor 3,78 Prozentpunkte und erreichte 20,03 Prozent. Drittstärkste Kraft wurde die FPÖ mit 18,84 Prozent - ein Zuwachs um 1,81 Prozentpunkte. Die Grünen waren der Wahlverlierer des Abends, sie kamen auf 9,31 Prozent (ein Minus von 10,87 Prozentpunkten). Die NEOS holten am Sonntag auf 7,27 Prozent der Stimmen.

 Wahlbeteiligung gesunken

Die einzige Änderung bewirkten die Wahlkarten bei der "Freien Partei Salzburg" (FPS) von Ex-FPÖ-Obmann Karl Schnell: Ihr Stimmenanteil ging von 4,55 Prozent auf 4,54 Prozent zurück. Sie verpasste damit den Einzug in den Landtag ebenso wie die "Salzburger Bürgergemeinschaft" (SBG) von Ex-Landesrat Hans Mayr (1,75 Prozent). Die KPÖ kam auf 0,40 Prozent der Stimmen, die CPÖ auf 0,07 Prozent.

Im neuen Landtag hält die ÖVP damit 15 Mandate, die SPÖ 8 Mandate und die FPÖ 7 Mandate. Grüne und NEOS kommen auf jeweils drei Mandate. Die Wahlbeteiligung sank gegenüber dem Jahr 2013 um exakt sechs Prozentpunkte auf 64,96 Prozent. Das ist der historisch niedrigste Wert bei Landtagswahlen in Salzburg.