Bei der Nationalratswahl gab es für die Neos zuletzt ein ordentliches Plus. Während sie in der Bundespolitik aber mittlerweile eine fixe Größe sind, schwächeln sie in einigen Bundesländern. Der Einzug in den Landtag blieb ihnen aufgrund schwacher Ergebnisse bisher im Burgenland, in Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark verwehrt.

Können sich die Neos nun auch auf diesem für sie schwierigen Pflaster etablieren? Leitet die Steiermark die pinke Trendwende ein? Einfach wird es jedenfalls nicht: Statt einer landesweiten Prozenthürde müssen die Neos ein Grundmandat in einem der vier Wahlkreise erreichen.

Im Fokus haben die Pinken den Wahlkreis Graz und Umgebung. In dem urbanen Sprengel konkurrieren sie aber auch mit den Grünen und der KPÖ. Für den Einzug braucht es jedenfalls ein deutlich stärkeres Ergebnis als 2015: Damals erzielten die Neos landesweit gerade einmal 2,6 Prozent.

Ebenso wie die Neos müssen auch die Kommunisten bangen. Der Wiedereinzug in den steirischen Landtag ist keine ausgemachte Sache. Seit 2005 ist die KPÖ dort durchgehend vertreten. Bundespolitische Konsequenzen stehen nach dem Wahlgang von Kandidatin Claudia Klimt-Weithaler nicht bevor. Die Stärke der KPÖ bleibt ein steirisches und vor allem ein Grazer Phänomen.