Die ÖVP als Gewinner der Steiermark-Wahl hat ihren Sieg zu einem guten Teil ihren treuen Wählern zu verdanken. Ganze 80 Prozent (rund 147.000) jener Stimmen, die 2015 an die Volkspartei gingen, fielen am Sonntag erneut der ÖVP zu. Den größten Stimmenzugewinn erzielte die Partei von der FPÖ mit 38.000 Stimmen, gefolgt von der SPÖ mit 22.000 Stimmen. Das geht aus der ORF/SORA-Wählerstromanalyse hervor.

Neben dem Abgang an die ÖVP verlor die FPÖ vor allem an die Nichtwähler: Rund 30.000 der blauen Wähler der Landtagswahl 2015 blieben diesmal zuhause. Von den eigenen Wählern des Jahres 2015 votierten nur 51 Prozent neuerlich für Blau.

Die Grünen konnten mit 72 Prozent einen deutlich größeren Anteil ihrer 2015er-Wähler erneut für sich begeistern. Der größte Zuwachs kam von der SPÖ (rund 13.000 Stimmen), gefolgt von der ÖVP (10.000) und den Nichtwählern (7000).

Nur 65 Prozent der SPÖ-Wähler der letzten Steiermark-Wahl machten auch am Sonntag erneut wieder ihr Kreuz bei Rot. Die größten Verluste erlitt die SPÖ in Richtung ÖVP mit rund 22.000 Stimmen, ebenfalls rund 22.000 Wähler von 2015 blieben am Sonntag daheim. Zu den Grünen wanderten rund 13.000 SPÖ-Wähler.

KPÖ überzeugte Nichtwähler

Die KPÖ konnte vor allem im Lager der Nichtwähler überzeugen, aus dem rund 7000 neue Stimmen für die Kommunisten kamen. Nennenswerte Zugewinne gab es auch von ehemaligen SPÖ-Wählern: 5000 davon entschieden sich dieses Mal für die KPÖ. Von den eigenen Wählern konnten die Kommunisten 50 Prozent behalten.

Die NEOS, die erstmals den Einzug in den steirischen Landtag schafften, überzeugten heuer 46 Prozent ihrer Wähler aus dem Jahr 2015 erneut. Zugewinne gab es vor allem von ehemaligen ÖVP-Wählern (6000), den Nichtwählern (7000), aber auch von FPÖ- und Grün-Wählern (je 4000). (apa)