Der Spitzenkandidat der Tiroler SPÖ, Georg Dornauer, hat nun doch eine Koalition mit der FPÖ ausgeschlossen. Die Festlegung erfolgte nach der Ankündigung des blauen Spitzenkandidaten Markus Abwerzger gegenüber der APA, dass er als Landeshauptmannkandidat antrete.

Für Rot-Blau ist zwar seit wenigen Jahren die Erfüllung eines Kriterienkatalogs auf Seite der Blauen Voraussetzung für eine Zusammenarbeit, allgemein ist eine Koalition mit der FPÖ unter Obmann Herbert Kickl aber für die Genossen völlig tabu. Zu möglichen Koalitionen hatte hatte der mitunter eigenwillige Dornauer am Wochenende lediglich gemeint, dass eine Verhandlung "mit Kickl an Bord wenig Spaß und Freude" machen würde. Ausgeschlossen hatte er Rot-Blau nicht.

Für ÖVP "Richtungsentscheidung"


Nun legte sich Dornauer aber fest: "Mit mir gibt es keine Koalition mit der FPÖ, da kann Abwerzger noch so viel Kreide schlucken. Wer einmal bei den Schlagenden im Keller saß, ist irgendwann ideologisch falsch abgebogen". Die FPÖ habe bis dato "noch keinen einzigen landespolitischen Inhalt geliefert", sondern sei bisher "lediglich durch fragwürdige Kandidatinnen und Kandidaten aufgefallen."

Abwerzger hatte am Donnerstag den "Führungsanspruch" gestellt. Er ging von einem ÖVP-Ergebnis um die 30 Prozent aus, daher sei "alles möglich", meinte er. Die ÖVP reagierte auf diese Ankündigung Abwerzgers prompt und rief eine "grundlegende Richtungsentscheidung" aus. Man müsse einen FPÖ-Landeshauptmann "von Kickls Gnaden" verhindern, sagte ÖVP-Landesgeschäftsführer Martin Malaun. (apa/ett)