Innsbruck. Tirols LH und ÖVP-Chef Günther Platter wird nach seinem Wahlerfolg ab Dienstag mit Sondierungsgesprächen mit allen Parteien beginnen. Diese sollen noch in dieser Woche abgeschlossen werden, sagte Platter am Montag vor Journalisten nach dem Parteivorstand der Tiroler ÖVP in Innsbruck. Eine Koalitionspräferenz wollte Platter erneut nicht abgeben.

Einen "Startvorteil" für die Grünen als bisherigen Koalitionspartner gebe es nicht. "Alle sind am gleichen Start. Da gibt es keine Unterschiede", so Platter.

Die Sondierungsgespräche finden in der Reihenfolge der Stärke der Parteien statt. Sie starten also am Dienstag mit der SPÖ, dann folgen die FPÖ, Grüne, die Liste Fritz und die NEOS. Platter betonte, dass es durchaus sein könne, dass nach der Sondierungsrunde weitere Gespräche notwendig sein werden, bevor es zu einer Entscheidung für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen kommt: "Alles ist möglich".

Die Frage, ob auch die NEOS trotz nur eines Mandats Überhang als Koalitionspartner infrage kommen, wollte der Landeshauptmann nicht konkret beantworten, meinte aber: "Es geht nicht nur um die Regierungsbildung, sondern auch um die Ausrichtung des Tiroler Landtages in den nächsten fünf Jahren. Es gibt sehr viele Themen, wo wir auch eine Übereinstimmung mit der Opposition brauchen, etwa in der Verkehrsfrage. Da braucht es Geschlossenheit". Deshalb handle es sich auch nicht um "klassische Sondierungsgespräche", erklärte Platter.

Der Tiroler ÖVP-Chef ortete jedenfalls eine "große Freude" über das Wahlergebnis im Landesparteivorstand: "Es war eine super Stimmung. Die Kampagne wurde unglaublich gelobt. Nur zufriedene Gesichter".