Offen, aufgeschlossen, urban und zuversichtlich – diese Eigenschaften charakterisieren das Milieu der „Urban Weltoffenen“. Demensprechend wohl fühlen sie sich in der Stadt mit ihrer Vielfalt der Angebote und Menschen. (Sie wohnen tatsächlich häufiger in Städten, doch auch in Landgemeinden gibt es „Urban Weltoffene“ – die sich dann nach der Stadt sehnen und sich mittels Medienkonsum in urbane Welten transportieren.)

Das Neue und Andere ist für dieses Milieu spannend und interessant, bloß keine oberflächliche Zerstreuung und Berieselung. Sie interessieren sich für verschiedenste kulturelle Angebote, für urbane Unterhaltung und Veranstaltungen, immer auf der Suche nach Anregung, neuen Blickwinkeln, etwas zum Dazulernen. Das Gefühl der Überforderung, der Reizüberflutung kennen sie kaum: Es darf auch kompliziert und widersprüchlich sein.

Auch der Politik und den öffentlichen Institutionen steht dieses Milieu grundsätzlich positiv gegenüber. Wirtschaftlich sind zu zuversichtlich und sehen gerne die Chancen und Möglichkeiten, zum Beispiel auch bei den Themen Europa, Zuwanderung und Sozialstaat.

Politisch stehen „Urban Weltoffene“ gesellschaftspolitisch liberalen Positionen nahe und können sich vorstellen, SPÖ, die Grünen oder NEOS zu wählen. Einig ist man sich in der Regel in der Ablehnung der FPÖ – und das auch schon vor Ibiza und dem Ende der letzten ÖVP-FPÖ-Regierung.

Der Frauenanteil ist in diesem Milieu etwas höher, die meisten sind jünger und nur rund einer von sieben bereits in Pension. Ihre finanzielle Situation ist überdurchschnittlich gut, rund die Hälfte hat Matura oder eine höhere Ausbildung abgeschlossen bzw. sind viele Urban Weltoffene Studierende.