Wien. Die Liste JETZT tritt definitiv bei der Nationalratswahl im Herbst an. Dabei will es Parteigründer Peter Pilz noch einmal wissen und wird abermals Spitzenkandidat. Hinter ihm steht auf der Bundesliste Parteichefin Maria Stern, gefolgt von der Abgeordneten Daniela Holzinger und Verwaltungsjuristin Susanne Giendl. Auf Platz Fünf kandidiert als politischer Quereinsteiger Tierschützer Martin Balluch.

Pilz nannte die Reihung auf der Bundesliste allerdings als unwesentlich und will alle fünf bei einer Pressekonferenz präsentierten Personen als Spitzenkandidaten sehen. Pilz führt zudem die Landesliste von JETZT in der Steiermark an, Stern jene in Wien. Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken, wird Spitzenkandidat in Niederösterreich. Als Wahlkampfbudget nannte Pilz rund 300.000 Euro.

 Außerdem sei er trotz gegenteiliger Umfragewerte fest davon überzeugt, mit seienr Liste wieder in den Nationalrat einzuziehen. Man werde kämpfen "und wenn wir kämpfen tun wir es deshalb, um zu gewinnen", sagte er bei der Präsentationder ersten fünf Listenplätze. Es müsse nämlich eine Parlamentspartei geben, wo mit Sicherheit nicht Kurz drinnen ist.

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"Genetisch oppositionsunfähig"

Sollte es, wie es aussehe, nach der Wahl eine türkis-grün-pinke Regierung geben, wolle man nicht, dass es nur eine blaue Oppositionspartei gibt - "denn die Sozialdemokraten sind genetisch oppositionsunfähig", so Pilz. JETZT werde weiterhin eine kompromisslose Kontrolle und Transparenz im Hohen Haus einfordern und der "Stachel im türkisen Sitzfleisch sein", lautete die Kampfansage von Holzinger, die auf Platz drei kandidiert.

Geht es nach Parteichefin Stern, die an zweiter Stelle für JETZT antritt, ist auch der Parteiaufbau geglückt. Sie kritisierte den "Sozialzynismus" durch die einstige türkis-blaue Regierung. Quereinsteiger Balluch berichtete, dass er schon über die Gründung einer eigenen Tierschutzpartei nachgedacht habe - nun ergreife er die Chance mit JETZT. Um das Thema Menschenrechte kümmern soll sich die zweite Quereinsteigerin, Susanne Giendl, die für den Verwaltungsgerichtshof arbeitet.

Medienpräsenz 

Noch mehr Zuversicht für einen Wiedereinzug in den Nationalrat gibt Pilz die Medienpräsenz. So sei man online "ein bisschen eine Macht" und nicht auf "kanzlernahe Zeitungen" angewiesen. Mit dem Online-Magazin "zackzack.at" setze man rechten Social-Media-Blogs etwas entgegen. In der Diskussion über einen Cartoon, der NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger als Hündin zeigt, habe man sich für die Freiheit der Kunst eingesetzt.