Um Arbeit zu entlasten und klimaschädliches Verhalten zu belasten, wollen die Grünen Steuern umschichten: "Mit einem Ökobonus belohnen wir jene, die umweltfreundlich leben, und wir belasten jene, die umweltschädlich leben", sagt Koza. "Das geht sozial gerecht." So eine Umverteilung sei auch unbürokratisch möglich, sagt er auf Nachfrage der "Wiener Zeitung".

Dazu wollen die Grünen sogenannte Millionen-Erbschaften, eigentlich schon ab einer Freigrenze von 500.000 Euro sowie Stiftungsmilliardäre und -milliardärinnen besteuern. Das mache laut Koza 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. "Das ist nicht die große Enteignungswelle."

Mehr für Öffis, sparen bei Autobahnen

Für den Autobahnbau gebe es weniger Geld: "Wir brauchen Geld für Investitionen, um die Klimaziele zu erreichen." Mehr gebe es für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, diesen wollen die Grünen wie neuerdings auch die SPÖ per Klimaticket deutlich verbilligen. Anders als SPÖ, Neos, Grüne, die übrigens genauso wie die Liste Jetzt für ein radikaleres Steuern gegen die Klimakrise sind, warnt Hager von der ÖVP wie auch die FPÖ: "Wie geht es Pendlern dabei? Ich habe große Sorgen, dass die die Zeche zahlen."

Da nimmt Koza dann aber auch die Landespolitik in die Pflicht: "In der Citymaut-Diskussion haben die Niederösterreicher von 250 Millionen Euro gesprochen, die man in Öffis investieren hätte können. Das wurde den Niederösterreichern vorenthalten." Krainer fragt: "Die Vorarlberger schaffen das, warum die Niederösterreicher nicht? Da gibt es schon mehr Berge, das ist ein bisserl unangenehmer."

Und der Vorarlberger Gerald Loacker von den Neos: "In Vorarlberg kann man auch von Fontanella und Dünserberg aus arbeiten gehen. Man darf eben nicht - so wie in Niederösterreich - die Verhüttelung am Land fördern."