420.000 Arbeitsplätze will ÖVP-Chef Spindelegger schaffen. Der Weg dahin: Entfesselung, Entlastung, Export. - © photonews.at/Schneider
420.000 Arbeitsplätze will ÖVP-Chef Spindelegger schaffen. Der Weg dahin: Entfesselung, Entlastung, Export. - © photonews.at/Schneider

Wien. Die Volkspartei hat 2013 zum Jahr der ÖVP erklärt. Bestätigt sieht sie sich durch die (relativen) Erfolge der vergangenen Landtagswahlen. Und obwohl sämtliche Umfragen die Schwarzen mit rund 25 Prozent mindestens zwei Prozentpunkte hinter der SPÖ sehen, geht ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch auch bei der Nationalratswahl am 29. September von einem rot-schwarzen Kopf-an-Kopf-Rennen aus. "Jetzt heißt es: laufen, laufen, laufen", erklärte Rauch am Dienstag in der Wiener Hofburg, wo die ÖVP sämtliche ihrer Kandidaten auf den Wahlkampf einstimmte.

Rauch bereitete den Boden für Kanzlerkandidat und Parteichef Michael Spindelegger, der den rund 300 Anwesenden "drei Es" (Entfesselung der Wirtschaft, Entlastung und Export) als Argumentationshilfe mit auf den Weg gab. Und die Aussicht auf 420.000 neue Arbeitsplätze, die die ÖVP schaffen will. Demgegenüber stehe die SPÖ von Kanzler Werner Faymann nur für "Steuern, Steuern, Steuern". Die von der SPÖ plakatierte "sichere Hand" Faymanns greife schon "nach den Taschen der Steuerzahler". Wohin das führe, sehe man am Beispiel der französischen 75-Prozent-Vermögenssteuer, so Spindelegger. Die Folge seien "Probleme, Probleme, Probleme".

"SPÖ im Steuerrausch"

ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf attestierte der SPÖ einen "Steuerrausch". Es sei daher "höchste Zeit, dass diese Herrschaften wieder nüchtern werden".

Auch die übrigen Parteien bekamen ihr Fett ab: Die Grünen seien eine "Spießer-, Verbots- und Verteuerungspartei", die FPÖ gefährde mit ihrem Anti-EU-Kurs den Standort Österreich und Frank Stronach sei ohnehin nur ein "Teilzeit- und Hobbypolitiker", befand Hannes Rauch.

Wenn jedes der 700.000 ÖVP-Mitglieder eine zusätzliche Stimme bringe, gehe sich Platz eins aus, rechnete der Generalsekretär den Kandidaten vor. Der Weg dahin führe nur über Kontakte mit den Wählern, schärfte Klubchef Kopf den Funktionären ein: "Kontakte, Kontakte, Kontakte."