Für den Kaiser, gegen die Republik: Alexander Simec und Nicole Fara von den Monarchisten sammeln Unterstützungserklärungen.

- © Wiener Zeitung/Fellner
Für den Kaiser, gegen die Republik: Alexander Simec und Nicole Fara von den Monarchisten sammeln Unterstützungserklärungen.
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Im Parlament sitzen nur republikanische Parteien. Das stört die Monarchisten, die für den Nationalrat kandidieren wollen – und sich einen Kaiser wünschen. "Es braucht jemanden, der von außerhalb des politischen Establishments kommt", sagt der Gründer der "Schwarz-Gelben Allianz", Alexander Simec. Bei den Wahlen zum Bundespräsident gewinne zwangsläufig jemand mit einer politischen Partei im Rücken. Ein Kaiser wäre überparteilich, da durch Thronfolge bestimmt. Ausgestattet mit einem Vetorecht könne er für Gesetze, die er für schlecht befindet, eine Volksabstimmung bestimmen. "Dabei denke ich immer an das Grünfärben der Radwege in Wien", erklärt die stellvertretende Obfrau Nicole Fara.

Derzeit müssen die Kaiser-Fans aber noch eifrig Unterschriften sammeln: Insgesamt 2600 beglaubigte Unterstützungserklärungen benötigen sie, um in allen Bundesländern kandidieren zu dürfen. Bei den Wahlen 2008 haben sie das bereits versucht, sind aber gescheitert. "Das waren wertvolle Erfahrungen, auf die wir jetzt bauen", meint Simec – Schwimmen lerne man eben nur im Wasser. Das Budget umfasse nur "ein paar Tausend Euro", würde also gerade einmal für die Druckkostenbeiträge in den jeweiligen Landeswahlkreisen reichen. Etwa 30 Unterstützer seien derzeit für die Gruppe aktiv, schätzt Simec.

Für das Gespräch mit der "Wiener Zeitung" suchten sich die Monarchisten den geschichtsträchtigen Heldenplatz in Wien aus. Im Schatten des Prinz-Eugen-Denkmals erklären Simec und Fara, dass die Österreichische Republik fragwürdig wäre, denn es habe nie eine Volksabstimmung über ihre Gründung gegeben – "die wollen wir nachholen", sagt Fara.