Vor dem Bundeskanzleramt, das das Frauenministerium beherbergt: Oliver Peter Hoffmann kämpft gegen Männerdiskriminierung.

- © Wiener Zeitung/Fellner
Vor dem Bundeskanzleramt, das das Frauenministerium beherbergt: Oliver Peter Hoffmann kämpft gegen Männerdiskriminierung.
- © Wiener Zeitung/Fellner

Forschungsprojekte, deren Finanzierung an eine Frauenquote im Team gebunden ist. Väter, die das Besuchsrecht für ihre Kinder einklagen müssen. Ein Frauenministerium, aber kein Männerministerium: Wo Oliver Peter Hoffmann hinsieht, sieht er Männerdiskriminierung. Seit 2009 kämpft er als Obmann der "Männerpartei" vor allem für Väterrechte. Seine Arbeit schätzt er als erfolgreich ein, "immerhin haben wir ein Thema in die Öffentlichkeit gebracht, das vorher keines war".

Schon bei den Wiener Gemeinderatswahlen 2010 trat er in einem Bündnis mehrerer Kleinparteien an, schaffte den Einzug jedoch nicht. Aktuell habe die Männerpartei etwa 500 Mitglieder "wie viele davon im Wahlkampf aktiv werden, wird sich zeigen". Zum Budget möchte Hoffmann keine Zahlen nennen, "die sind sicherlich unterhalb jeder relevanten Grenze". Bei der Kandidatur der Partei gehe es Hoffmann ohnehin nicht darum, dass er einen Posten bekommt. "Mir ist wichtig, dass die Menschen diese Unterstützungserklärungen abgeben und damit ein Zeichen setzen" – ein Zeichen gegen die seiner Meinung nach grassierende Männerfeindlichkeit.

Im Nationalrat würde Hoffmann als erstes einen Antrag zur Reform des Familienrechts stellen. Es gebe sehr viele Gesetze, die unnötig kompliziert und nur dazu da seien, um die umfassende Diskriminierung der Männer aufrecht zu erhalten. Einfachere Gesetze wären weniger aufwendig, glaubt Hoffmann: "Dazu brauche ich gar kein Rechtsexperte zu sein, um in ein Gesetz hineinzuschreiben: Beide Elternteile haben gemeinsame Obsorge. Punkt."