Die nächsten Schritte werden zeigen, welche Koalition kommt.
Die nächsten Schritte werden zeigen, welche Koalition kommt.

Wien. Eine Neuauflage der rot-schwarzen Koalition gilt nicht nur am wahrscheinlichsten, sondern ist auch am beliebtesten - auch wenn sich die Begeisterung der Österreicher dafür in Grenzen hält. Laut einer Wahltagsbefragung von Peter Hajek für ATV wünschen sich 23 Prozent der Befragten eine Koalition von SPÖ und ÖVP.

Immerhin jeder sechste hätte dazu gerne die Grünen. Eine Zusammenarbeit von ÖVP, FPÖ und Team Stronach, der gerade in der ÖVP manche nicht abgeneigt wären, wünschen sich 13 Prozent der Österreicher.

Das Parteipräsidium der SPÖ sprach sich am Montagmittag gegen Dreierbündnisse sowie für eine Zweierkoalition mit der ÖVP aus und beschloss entsprechende Verhandlungen mit der Volkspartei. Bei der sprachen sich zwar gewichtige Größen, etwa der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll, ebenfalls für eine Fortsetzung von Rot-Schwarz aus, festlegen wollte sich die Partei am Montag aber nicht.

Rücktritt der Regierung

Am Dienstag, wird die bisherige Bundesregierung im Ministerrat ihre Demissionierung beschließen und anschließend Bundespräsident Heinz Fischer ihren Rücktritt anbieten. Dieser nimmt ihn an und beauftragt die Regierung Faymann mit der Fortsetzung der Amtsgeschäfte, bis eine neue Regierung angelobt wird.

Bis es aber überhaupt zu einer Regierungsbildung kommt, dürfte es noch Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern. Rascher geht es da mit der Konstituierung des neuen Nationalrats. Diese ist für 29. Oktober geplant.

Bis diesen Donnerstag werden die Wahlkarten ausgezählt, am Freitag gibt das Innenministerium formal bekannt, welche Parteien die Vier-Prozent-Hürde übersprungen haben. Erst am 16. Oktober wird das amtliche Endergebnis veröffentlicht.