Reinhold Mitterlehner ist die Nummer eins in OÖ. - © apa/Techt
Reinhold Mitterlehner ist die Nummer eins in OÖ. - © apa/Techt

Wien. (zaw) Mit den Vorzugsstimmen ist es so eine Sache: Meistens bekommen sie die, die sie eh nicht brauchen, weil sie ohnehin ein fixes Mandat haben. Nur wenige bekommen genügend Vorzugsstimmen, um sich an die Listenspitze zu setzen - und richtig gemein, wenn es dann doch nichts wird mit dem Mandat.

In dieser unglücklichen Situation ist der Salzburger SPÖ-Abgeordnete Johann Maier. Auf Regionalwahlkreisebene hätte er zwar genügend Vorzugsstimmen für eine Vorreihung (4725) gehabt, allerdings war er bereits Listenerster und außerdem schaffte die SPÖ in Salzburg-Stadt das Grundmandat nicht. Für eine Vorreihung auf der Landesliste reichte es dann auch nicht, da bekam er nur 1969 Vorzugsstimmen - 6581 wären nötig gewesen.

Übertrumpft wurde Maier in Salzburg übrigens noch vom Lungauer ÖVP-Abgeordneten Franz Eßl, der in seinem Regionalwahlkreis auf 5242 und auf Landesebene auf 2384 Vorzugsstimmen kam - und zudem im Lungau das Grundmandat schaffte.

Mitterlehner in Oberösterreich voran

Auch in Oberösterreich und Kärnten kommen die Vorzugsstimmen-Kaiser aus der ÖVP. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner holte im Mühlviertel nicht nur das Direktmandat, sondern auch 10.709 Vorzugsstimmen. Dazu kamen 1539 von der Landesliste. Auf Platz zwei kam die grüne Abgeordnete Gabriela Moser (5285 im Wahlkreis, 1346 über die Landesliste) vor August Wöginger (ÖVP, 5295 plus 536).

Gabriel Obernosterer erreichte in Kärnten über die Wahlkreis- und die Landesliste 6353 Vorzugsstimmen. Auf Platz zwei kam der inzwischen zurückgetretene BZÖ-Chef Josef Bucher (4774).

Weder in Salzburg noch Oberösterreich oder Kärnten führten die Vorzugsstimmen zu einer Umreihung, obwohl die Hürden dafür gesenkt wurden.