In der ÖVP musste sich Nationalrats-Klubobmann Karlheinz Kopf - der Spitzenkandidat im Lande war - mit weniger Vorzugsstimmen zufriedengeben als Sieber, der auf der Landesliste an vierter Stelle kandidierte. Kopf erzielte 4.475 Vorzugsstimmen (3.756 und 719) und belegte damit landesweit Platz vier.

Stark präsentierte sich mit 3.645 Vorzugsstimmen NEOS-Landeslistenzweiter Gerald Loacker, der das eine Vorarlberger Mandat der NEOS auch bekommt, weil Strolz über die Bundesliste einzieht. Etwas abgeschlagen waren dagegen SPÖ-Spitzenkandidat und Bildungssprecher Elmar Mayer mit gesamt 2.520 (2.069 und 451) Vorzugsstimmen und Team Stronach-Landesobmann Christoph Hagen mit 1.131 Nennungen (1.011 und 120).

Die Auszählung der Wahlkarten brachte für die Grünen gegenüber dem vorläufigen Vorarlberger Endergebnis einen Zugewinn von 15,8 auf 17,0 Prozent, was fast dem Ergebnis von 2008 entspricht (17,2). Die FPÖ verlor dagegen einen Prozentpunkt und kam im Endergebnis auf 20,2 Prozent. Bei den übrigen Parteien waren die Verschiebungen minimal. Die Wahlbeteiligung brach auf 65,9 Prozent ein - die niedrigste österreichweit.

Berlakovich mit meisten Vorzugsstimmen im Burgenland
Im Burgenland hat die Auszählung der Vorzugsstimmen bei den gewählten Mandataren keine Veränderung ergeben. Auf Landesebene hat Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (ÖVP) die meisten Vorzugsstimmen erreicht. Für den Mittelburgenländer votierten 5.433 Wähler, gab die Landeswahlbehörde am Freitag bekannt. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos gaben 2.602 Bürger den Vorzug.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer, der als Spitzenkandidat antrat, erhielt landesweit von 531 Bürgern Vorzugsstimmen. Für die bei den Grünen erstgereihte Umweltsprecherin Christiane Brunner stimmten 369 Burgenländer.

Auch an der Mandatsverteilung hat sich im Burgenland nichts mehr geändert. ÖVP und Freiheitliche verfügen über je ein Landeslistenmandat. Die SPÖ hat ihre zwei Direktmandate in den Regionalwahlkreisen behaupten können.

Bei den Vorzugsstimmen in den Wahlkreisen haben die SP-Spitzenkandidaten ihren ersten Platz verteidigt: Im Nordburgenland (Wahlkreis 1A) schnitt Abg. Erwin Preiner mit 6.175 Stimmen am besten ab. Im Mittel- und Südburgenland (Wahlkreis 1B) blieb Darabos mit 7.332 Vorzugsstimmen an der Spitze.

Töchterle landesweiter Vorzugsstimmen-Sieger in Tirol
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) ist aus der Nationalratswahl in Tirol als landesweiter Vorzugsstimmensieger hervorgegangen. Der Spitzenkandidat der Tiroler ÖVP erreichte über die Landesliste 4.463 Vorzugsstimmen. Auf Platz zwei rangierte der grüne Spitzenkandidat Georg Willi mit 2.128 Stimmen. Die SPÖ-Frontfrau und langjährige Abgeordnete Gisela Wurm kam über die Landesliste auf 393 Vorzugsstimmen. Vorreihungen haben die Vorzugsstimmen - trotz etwas verringerter Hürde - in Tirol keine bewirkt.