Linz. Der grüne Sicherheitssprecher und Eurofighter-Fighter Peter Pilz wird im nächsten Nationalrat nicht mehr vertreten sein. Beim Bundeskongress der Grünen am Sonntag in Linz scheiterte er bei der Abstimmung um Platz 4 auf der Bundesliste gegen Julian Schmid. Schon zuvor hatte er angekündigt, sich um keinen anderen Platz bemühen zu wollen. Für Montagvormittag um 10:25 haben die Grünen eine Pressekonferenz anberaumt.

href="http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/900395_Felipe-und-Lunacek-machen-nicht-blau.html">die ganz auf die Kür von Ingrid Felipe und Ulrike Lunacek ausgerichtet war, nahm damit eine überraschende Wendung. Neben Lunacek landeten auf der Bundesliste für die Nationalratswahl unter anderen Finanz- und Europasprecher Werner Kogler, die Umweltsprecherin Christiane Brunner, Jugendsprecher Schmid, die Minderheitensprecherin Alev Korun sowie - erstmals - der Menschenrechtsanwalt Georg Bürstmayr.

"Vielen Dank, Auf Wiedersehen!"

"Das ist ein klare, eindeutige und demokratische Entscheidung", sagte Pilz unmittelbar nach der Abstimmung. "Ich nehme sie respektvoll zu Kenntnis." Für ihn beginne damit im Herbst ein drittes Leben, auf das er sehr gespannt sei. "Vielen Dank, auf Wiedersehen", so seine Abschiedsworte.

Schon in seiner Bewerbungsrede hatte er gegenüber den Delegierten betont, dass er jedes Ergebnis respektieren würde: "Das ist in euren Händen." Gleichzeitig hatte er aber auf Zustimmung gehofft, um den Kampf gegen die Eurofighter und damit einen der größten Rüstungskonzerne der Welt gewinnen zu können.

Die Wahl um Platz vier ging insgesamt über drei Runden: Zunächst fielen Bettina Bergauer und Matthias Kubat durch, dann auch Georg Bürstmayr. Im dritten Durchgang entfielen dann 55,42 Prozent der Stimmen auf Schmid und nur 44,58 auf Pilz. Die Statuten hätten ein Antreten Pilz auch für weitere Plätze erlaubt. Insgesamt 14 werden am Bundeskongress vergeben, ungefähr bis Platz 9 gehen die wählbaren Positionen.