Austromorphe-Ergebniskarte - © Screenshot https://austromorph.space/
Austromorphe-Ergebniskarte - © Screenshot https://austromorph.space/

Austromorphe-Ergebniskarte

Die politische Landkarte Österreichs erscheint dieser Tage monoton. Türkis wohin man blickt. Lediglich die größeren Städte färben sich rot, einige Gemeinden blau. Doch bildet diese Darstellung die politische Realität des Landes ab? Man kann die Sache auch anders sehen.

Die beiden Geografen Ramon Bauer und Christoph Fink haben ein interaktives Kartogramm erstellt. Die vorläufigen Ergebnisse in den Gemeinden werden nicht nach deren tatsächlicher geometrischer Größe dargestellt, sondern nach der Anzahl der Wahlberechtigten. Und schon wird Österreich bunter. Wien wird größer, die ländlichen Räume schrumpfen.

"Anamorphe Karten sind kartografische Darstellungen mit variablem Maßstab. Das heisst, dass topographische Beziehungen zwar beibehalten werden, die Flächen in der Darstellung allerdings nicht proportional zur tatsächlichen geometrischen Größe dargestellt werden, sondern sich in Abhängigkeit zu einem anderen thematischen Attribut ergeben", sagt Bauer.

"Kartenanamorphote erfreuen sich bei der Darstellung von kleinräumigen Wahlergebnissen immer größerer Beliebtheit, da dabei die relevante Information – also die Bevölkerungsgröße (hier: die Anzahl der Wahlberechtigten) von Arealen (hier: Gemeinden) – visuell kommuniziert wird und nicht die eher irrelevante Information der Größe der Fläche."