• vom 16.10.2017, 09:59 Uhr

Nationalratswahl

Update: 16.10.2017, 10:04 Uhr

NRW17

"Gegengewicht zur rechtskonservativen Regierung"




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Von WZ Online, APA

  • Die Neos bereiten sich nach der NR-Wahl auf die Opposition vor: "Wir haben an politischem Gewicht zugenommen".

"Ich bin zufrieden, natürlich wünscht man sichimmer mehr", kommentierte Strolz auch am Tag nach der Wahl das passableErgebnis für die Neos.

"Ich bin zufrieden, natürlich wünscht man sichimmer mehr", kommentierte Strolz auch am Tag nach der Wahl das passableErgebnis für die Neos.© APAweb, Helmut Fohringer "Ich bin zufrieden, natürlich wünscht man sichimmer mehr", kommentierte Strolz auch am Tag nach der Wahl das passableErgebnis für die Neos.© APAweb, Helmut Fohringer

Wien. Die Neos bereiten sich nach der Nationalratswahl vom Sonntag auf die Opposition vor: "Wir werden ein starkes Gegengewicht zu einer rechtskonservativen Regierung sein", sagte Parteichef Matthias Strolz vor der Vorstandssitzung Montagvormittag. Neben der Analyse des Wahlergebnisses werden auch in den kommenden Tagen die möglichen Kandidaturen bei den anstehenden Landtagswahlen Thema sein.

"Ich bin zufrieden, natürlich wünscht man sich immer mehr", kommentierte Strolz auch am Tag nach der Wahl das passable Ergebnis für die Neos. Laut den Hochrechnungen hat die Oppositionspartei 5,1 Prozent (SORA) bzw. 5,3 Prozent (ARGE Wahlen) erreicht und somit einen minimalen Zugewinn. Strolz kommentierte dies gewohnt optimistisch: "Wir haben an politischem Gewicht zugenommen." Man sei nunmehr viertstärkste statt wie bisher sechststärkste Fraktion im Nationalrat.

"Wir gehen ab heute in den Arbeitsmodus", meinte Strolz vor der Vorstandssitzung, die in den kommenden Tagen nicht die einzige sein soll. Ein wesentliches Thema soll das Antreten bei den anstehenden vier Landtagswahlen sein. Die Neos konnten bei der Nationalratswahlihren Stimmenanteil in den betroffenen Bundesländern leicht ausbauen. Die Verluste in Wien sieht Strolz nüchtern. Die Bundeshauptstadt sei natürlich heiß umstritten. Die Liste des ehemaligen Grünen Peter Pilz habe dort sehr großen Zuspruch erhalten. Dennoch müsse man sich das Ergebnis natürlich anschauen.

Für die Wiener Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger, die diesmal für den Nationalrat kandidiert hatte, muss das Ergebnis in der Bundeshauptstadt ebenfalls erst analysiert werden. "Ich glaube, es ist nichts falsch gelaufen", meinte sie zum Abschneiden in ihrem Bundesland. Auch sie verwies auf die starke Liste Pilz: "Das ist so in einer Demokratie." Über einen Wechsel in den Nationalrat wollte sie Montag noch nicht entscheiden. Es gebe Argumente dafür und dagegen.

Allgemeines Bedauern gab es bei den Neos über die starken Verluste der Grünen und das mögliche Ausscheiden aus dem Nationalrat. "Das ist ein Verlust für Österreich und auch wirklich ein Schock", meinte Neos-Chef Strolz dazu. Die Liste Pilz sei "kein wertiger Ersatz" für die Grüne Partei. Noch wisse man nicht, wofür diese überhaupt steht. Auch eine kleine Spitze gegen Pilz konnte sich Strolz nicht verkneifen: Seine Liste erinnere im Ansatz ein bisschen an das Team Stronach.





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Dokument erstellt am 2017-10-16 10:01:24
Letzte Änderung am 2017-10-16 10:04:25



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