• vom 19.10.2017, 23:08 Uhr

Nationalratswahl

Update: 20.10.2017, 10:29 Uhr

Amtlich

Nun ist es fix: Das Endergebnis der NR-Wahl 2017




  • Artikel
  • Kommentare (7)
  • Lesenswert (41)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Nur minimale Änderung der Stimmenanteile gegenüber Montag.

Die ÖVP ist Erste mit 31,47 Prozent (plus 7,48) und 62 Mandaten. Die SPÖwurde durch die Briefwahl-Auszählung am Montag Zweite - und liegt jetztmit 26,86 Prozent (plus 0,04) und 52 Mandaten deutlich vor der FPÖ.

Die ÖVP ist Erste mit 31,47 Prozent (plus 7,48) und 62 Mandaten. Die SPÖwurde durch die Briefwahl-Auszählung am Montag Zweite - und liegt jetztmit 26,86 Prozent (plus 0,04) und 52 Mandaten deutlich vor der FPÖ.© APA/EXPA/MICHAEL GRUBER Die ÖVP ist Erste mit 31,47 Prozent (plus 7,48) und 62 Mandaten. Die SPÖwurde durch die Briefwahl-Auszählung am Montag Zweite - und liegt jetztmit 26,86 Prozent (plus 0,04) und 52 Mandaten deutlich vor der FPÖ.© APA/EXPA/MICHAEL GRUBER

Wien. Das Ergebnis der Nationalratswahl ist komplett, alle Wahlkarten sind ausgezählt. Mit den insgesamt 795.763 abgegebenen Wahlkarten und Briefwahlstimmen stieg die Beteiligung auf genau 80 Prozent, das ist gegenüber 2013 ein Plus von 5,09 Prozentpunkte - der größte Zuwachs der Zweiten Republik. An den Stimmenanteilen änderten die rund 37.000 am Donnerstag ausgezählten Wahlkarten nicht viel.

Die Grünen blieben - auch inkl. Briefwahlstimmen - deutlich unter der Vier-Prozent-Hürde für den Verbleib im Nationalrat. Sie landeten bei 3,80 Prozent. Das ist ein Verlust von 8,62 Prozentpunkten gegenüber 2013 - und aller 24 Mandate, die sie damals geholt hatten.

Die ÖVP ist Erste mit 31,47 Prozent (plus 7,48) und 62 Mandaten. Die SPÖ wurde durch die Briefwahl-Auszählung am Montag Zweite - und liegt jetzt mit 26,86 Prozent (plus 0,04) und 52 Mandaten deutlich vor der FPÖ. Deren Stimmenanteil fiel mit den Donnerstags-Wahlkarten unter 26 Prozent, auf 25,97 Prozent (plus 5,46), sie stellt künftig 51 Abgeordnete. Die NEOS sind mit zehn Mandaten (5,30 Prozent), die Liste Pilz ist mit acht Mandaten (4,41 Prozent) im nächsten Nationalrat vertreten.

Die Ergebnisse der Nationalratswahl 2017

Die Ergebnisse der Nationalratswahl 2017© WZ Online Die Ergebnisse der Nationalratswahl 2017© WZ Online

ÖVP in sechs Ländern voran

Die Länder haben bei der heurigen Nationalratswahl durchaus unterschiedlich gewählt. Sechs von ihnen setzten die ÖVP an die Spitze, Wien und Burgenland die SPÖ und Kärnten die Freiheitlichen. Auf Platz 2 steht in fünf Ländern die FPÖ, in Kärnten und Oberösterreich die SPÖ - und im Burgenland sowie seit Auszählung der Briefwahl auch in Wien die ÖVP.

Hochburg der ÖVP ist Tirol mit 38,4 vor Salzburg mit 37,7 Prozent, wobei man am stärksten - nämlich um 11,6 Punkte in Kärnten zulegte. Neu im Vergleich zur Wahl 2013 sind zwei erste Plätze, jener in Oberösterreich, der von der SPÖ gewonnen wurde, und jener in der Steiermark, den man den Freiheitlichen abluchste.

Kärnten von SPÖ an FPÖ

Dafür erobert die FPÖ mit einem Plus von 13,9 Punkten diesmal Kärnten von der SPÖ, wobei die 31,8 Prozent auch das beste Landesergebnis der Freiheitlichen darstellten. In der Steiermark legte man zwar auf 29,4 Prozent zu, verlor die Spitzenposition jedoch an die ÖVP, die sich noch stärker steigerte. Ein Plus verzeichnete die FPÖ überall, das geringste in Wien, wo man von 20,6 auf 21,4 Prozent stieg. Die Bundeshauptstadt war überhaupt das schwächste FPÖ-Land. Gleiches gilt auch für die ÖVP, die zwar ordentlich dazugewann, aber nur 21,6 Prozent holte.

Dies hängt auch mit der Stärke der SPÖ zusammen, die sich um 2,9 Punkte auf 34,5 Prozent steigert. Damit lösten die Wiener Roten auch ihre Kollegen aus dem Burgenland als erfolgreichste Landesorganisation ab. Mit 32,9 Prozent ist die SPÖ dort zwar trotz parteiinternem Rekordverlust von 4,4 Punkten noch auf Platz eins, aber nur hauchdünn vor der ÖVP (32,8). Neben Wien konnte die SPÖ noch leicht in Oberösterreich und der Steiermark zulegen, deutlicher in Tirol und überraschend besonders stark in Vorarlberg, wo das Plus gleich 4,7 Punkte betrug.

Neos verlieren in Vorarlberg

Auf der anderen Seite war Vorarlberg das Land, das den NEOS mit 4,0 Punkten das größte Minus bescherte. Trotzdem waren die 9,0 Prozent im Heimatland von Parteichef Matthias Strolz der beste Wert der Pinken. Das zweitbeste Ergebnis holten sie in Wien mit 6,5 Prozent, ungewöhnlicherweise aber neben Vorarlberg das einzige Bundesland, wo es Einbußen gab.

Die Grünen waren ohne Wahlkarten nur in zwei Bundesländern - Vorarlberg (letztlich 7,2 Prozent) und Wien (5,9) - über vier Prozent, mit der Briefwahlauszählung kamen Salzburg (4,0) und Tirol (4,5) dazu. Aber in der vormaligen Hochburg Tirol ging es ebenso wie in Wien und Salzburg um fast elf Punkte nach unten. Und mit schwachen Ergebnissen in den großen Ländern Niederösterreich ( 2,7), Oberösterreich (3,7) und Steiermark (2,8) reichte es nicht für den Verbleib im Nationalrat.

Die Liste Pilz reüssierte vor allem in Wien mit 7,5 Prozent - und nahm dann mit den Wahlkarten auch in Niederösterreich (4,2) noch die vier Prozent. Dank Wien war der Einzug ins Hohe Haus ohnehin schon am Sonntag sicher. Besonders schwach war der Steirer im Burgenland mit 2,8 und in Vorarlberg mit 3,0 Prozent. In seinem Heimatbundesland erreichte er 3,9 Prozent.





Schlagwörter

Amtlich, NRW17

7 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-10-19 23:09:09
Letzte Änderung am 2017-10-20 10:29:48



Werbung



Analyse

Über die Türkisen*

Harald Mahrer, Geboren 1973, Studium der Betriebswirtschaft an der WU Wien, ÖH-Vorsitzender WU, Unternehmer im PR-Bereich, Minister seit Mai 2017. Am 17. April 1945, da kämpften in Wien noch die letzten Nazis gegen die heranmarschierende Rote Armee, trafen sich sechs Männer im Schottenstift und... weiter




NRW2017

Über die Blauen

Ob die Freiheitlichen das Land mitregieren können oder sollen, ja, ob sie überhaupt dürfen sollen: Diese Frage polarisiert die Republik wie kaum eine... weiter




NRW17

Über die Roten

1919 zogen die ersten weiblichen Abgeordneten der Sozialdemokratie ins Parlament ein: 1. Reihe: Adelheid Popp, Anna Boschek 2. Reihe: Gabriele Proft, Therese Schlesinger 3. Reihe: Marie Tusch, Amalie Seidel... Wenigstens darüber sind sich alle einig: Die Sozialdemokratie kann auf eine glänzende Vergangenheit verweisen, auch und vor allem in Österreich... weiter




Analyse

Über die Pinken

Werner Faymann und Michael Spindelegger: Das waren im Vorfeld der Wahlen 2013 die beiden besten Argumente für die Neos... weiter




Die Parteienlandschaft

Über die Grünen

Gemeinderat der Grünen Christoph Chorherr - © Stanislav Jenis Wien. Rettung vor dem drohenden Untergang: Das ist seit jeher das politische Versprechen der Grünen. Dabei kann die Erlösung auf zwei Wegen erfolgen:... weiter







Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Künstler im Wahlkampf-Clinch
  2. Die Wut der Kleingärtner
  3. "Mehr denn je, VdB"
  4. Der Ruhestand kann warten
  5. Der Bundespräsident - ein (ohn)mächtiger Mann
Meistkommentiert
  1. "Meine Diplomarbeit wird missbraucht"
  2. Kurzzeitgedächtnis
  3. "Das ist ein starkes rot-weiß-rotes Signal für Europa"
  4. Hofer und Van der Bellen in Stichwahl
  5. Häupl über Kurz: "So etwas Dummes noch nie gehört"


Werbung