• vom 16.07.2013, 12:34 Uhr

Wahlen


Nationalratswahl 2013

Mindestlohn und Ökoenergie: "Der Wandel" fordert Rot und Grün heraus




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Von Sebastian Fellner

  • Kleinstparteien auf Unterschriftenjagd
  • Meissner-Blau: Ärger über Medienecho zu Unterstützungsvideo

Ohne Budget, mit konkreten Forderungen: "Wandel"-Vorsitzender Fayad Mulla und politische Geschäftsführerin Daniela Platsch.

Ohne Budget, mit konkreten Forderungen: "Wandel"-Vorsitzender Fayad Mulla und politische Geschäftsführerin Daniela Platsch.
© Der Wandel/Martin Krennbauer Ohne Budget, mit konkreten Forderungen: "Wandel"-Vorsitzender Fayad Mulla und politische Geschäftsführerin Daniela Platsch.
© Der Wandel/Martin Krennbauer

Die Neo-Partei "Der Wandel" hat derzeit vor allem ein großes Problem: Ämter, die bereits am frühen Nachmittag schließen. "Es ist sehr ärgerlich, wenn man nur den halben Tag Unterstützungserklärungen sammeln kann", sagt Parteichef Fayad Mulla. Noch bis Ende Juli ist er mit etwa 15 Mitstreitern auf "Sommertour", um in den Bundesländern Unterschriften für die Nationalratswahl zu sammeln. In Wien laufe es relativ gut, in anderen Bundesländern sei es schon schwieriger, genug Unterstützungswillige zu finden.

Alleinstellungsmerkmal der erst 2012 gegründeten Partei sei vor allem, dass es sich um eine neue Gruppierung handle. Inhaltlich richtet sie sich links-progressiv aus – der größte Unterschied zu Grünen und SPÖ? "Dass wir konkrete Forderungen im Programm haben". Andere Parteien beschränken sich auf "Wischiwaschi-Stehsätze wie ‚Arbeit, von der man leben kann‘ – ja schön, was heißt das? Wir wollen 1500 Euro brutto Mindestlohn!", gibt sich Mulla kämpferisch. In der Ökopolitik stelle man viel handfestere Forderungen als die Grünen, etwa 100 Prozent erneuerbare Energie bis 2030.


Geldsorgen plagen die junge Partei nicht: 15.000 Euro habe man bis jetzt eingenommen, aber auch schon wieder ausgegeben. Die Sommertour ist kostenneutral, "von den Spritkosten bis zum Hotel zahlt sich das jeder selbst". Sollte die neue Partei es auf den Stimmzettel schaffen, hoffe man auf Spenden – kein Geld zu haben, sei ohnehin eher eine Stärke, so Mulla: "Niemand kommt wegen des Geldes zu uns."
Mit Freda Meissner-Blau hat "Der Wandel" auch eine Grünen-Koryphäe als Unterstützerin gewonnen (siehe Video unten). Ärger herrscht beim "Wandel" über Zeitungsberichte, dass Meissner-Blau damit den Grünen den Rücken zugekehrt hätte. "Sie unterstützt ja andere Initiativen auch", so Mulla. Meissner-Blau deshalb als Grüne Ausreißerin hinzustellen, sei nicht fair.


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Dokument erstellt am 2013-07-15 11:13:51
Letzte Änderung am 2013-07-15 12:41:18


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