• vom 05.10.2013, 09:48 Uhr

Wahlen

Update: 05.10.2013, 10:06 Uhr

Vorzugsstimmen

Sebastian Kurz als Vorzugsstimmenkaiser




  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (16)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Vor Strache und Spindelegger
  • Der neue Modus der Vorzugsstimmenvergabe wurde von den WählerInnen gut akzeptiert.

Die meisten Vorzugsstimmen bei der Nationalratswahl konnte Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz für sich verzeichnen. Mit insgesamt 35.700 Stimmen distanzierte der Politiker H.C. Strache (29.000) und Michael Spindelegger (25.000). Bundeskanzler Werner Faymann erreichte 21.000 Stimmen, Grünen-Chefin Eva Glawischnig kam auf 19.000. Bei der diesjährigen Wahl konnten die Wählerinnen und Wähler erstmals Vorzugsstimmen auf allen drei Ebenen vergeben. Hunderttauschende WählerInnen machten von ihrem Recht dann auch gebrauch.

Mikl-Leitner Vorzugsstimmensiegerin auf Landesliste in NÖ
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat bei der Nationalratswahl mit 7.809 die meisten Vorzugsstimmen auf der Landesliste in Niederösterreich geholt. Auf Platz zwei folgte Parteikollege Hermann Schultes (2.896). Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) landete mit 2.777 Stimmen auf Rang drei.


Eva-Maria Himmelbauer (ÖVP), die in den Regionalwahlkreisen schon die zweitmeisten Stimmen geholt hatte, erreichte auf der Landesliste noch einmal 805 - gleich viele wie FPÖ-Landesparteiobmann Walter Rosenkranz. Auf die Ränge sechs bis zehn schafften es Barbara Rosenkranz (FPÖ) mit 750, Johannes Schmuckenschlager (ÖVP) mit 387, Bettina Rausch (ÖVP) mit 384, Boris Ginner (Landesvorsitzender Sozialistische Jugend) mit 355 und Dorothea Schittenhelm (ÖVP) mit 350.

Von Vorreihungen waren alle, auch die Spitzenkandidaten, weit entfernt. Dafür wären zehn Prozent der Parteistimmen nötig gewesen - bei der ÖVP also mehr als 30.000, bei der SPÖ an die 30.000 Vorzugsstimmen.

VP-Kandidat Sieber Vorarlberger Vorzugsstimmensieger
In Vorarlberg konnte Norbert Sieber, ÖVP-Spitzenkandidat im Wahlkreis Vorarlberg-Nord, mit Abstand am meisten Vorzugsstimmen für sich verbuchen. Der Landwirt erreichte insgesamt 5.996 Vorzugsstimmen (5.500 im Wahlkreis, 496 auf der Landesliste). Auf Platz zwei lag NEOS-Gründer Matthias Strolz mit 5.114 Vorzugsstimmen (4.368 und 746), gefolgt vom Grünen-Landesspitzenkandidaten und Bildungssprecher Harald Walser mit 4.531 Nennungen (3.394 und 1.137). Wesentliche Änderungen ergaben sich durch die Vorzugsstimmen nicht - eine Umreihung in der FPÖ auf Wahlkreisebene hat keine Folgen, weil sie dort kein Mandat erreichte.

FPÖ-Landesobmann Dieter Egger schaffte es mit 3.702 Vorzugsstimmen im Wahlkreis Nord, von Platz 12 auf Platz 1 vorgereiht zu werden - und damit vor den Landes- und Wahlkreisspitzenkandidaten Bernhard Themessl, der nur 1.357 Vorzugsstimmen bekam. Aber die FPÖ machte in Vorarlberg kein Direktmandate. Themessl schnitt parteiintern insgesamt nicht gut ab: Auch in der Gesamtsumme lag Egger mit 4.112 (3.702 im Wahlkreis, 410 Landesliste) Vorzugsstimmen weit vor dem Vorarlberger Spitzenkandidaten mit 1.541 (1.357 und 184). Themessl erreichte damit auch weniger als der Spitzenkandidat im Wahlkreis Vorarlberg-Süd, Christof Bitschi, dem 1.941 (1.806 und 135) Wähler den Vorzug gaben.

weiterlesen auf Seite 2 von 3




2 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-10-05 09:49:36
Letzte Änderung am 2013-10-05 10:06:29


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Herr Doktor, Sie sind heute so böse"
  2. Heikles Thema Migration
  3. Termine, Fristen, Verfahren
  4. Kurzzeitgedächtnis
  5. Der Ruhestand kann warten
Meistkommentiert
  1. "Meine Diplomarbeit wird missbraucht"
  2. Kurzzeitgedächtnis
  3. "Das ist ein starkes rot-weiß-rotes Signal für Europa"
  4. Hofer und Van der Bellen in Stichwahl
  5. Häupl über Kurz: "So etwas Dummes noch nie gehört"

Werbung



NR-Wahl 2013






Wahlarchiv







Werbung