Bild der Verwüstung in Santiago de Cuba, auf Kuba. - © APAweb / AP/ Franklin Reyes)
Bild der Verwüstung in Santiago de Cuba, auf Kuba. - © APAweb / AP/ Franklin Reyes)

Mexiko-Stadt/Havanna/Kingston.  Hurrikan "Sandy" hat bei seinem zerstörerischen Zug durch die Karibik mindestens 21 Menschen getötet - elf in Kuba, neun in Haiti und eine Person  in Jamaika. 330.000 Kubaner mussten sich im Osten ihres Landes in Sicherheit bringen, als der Hurrikan am Donnerstag mit 175 Stundenkilometern vor allem in den Provinzen Santiago de Cuba und Holguín schwere Zerstörungen anrichtete.

Es kam zu Überflutungen in Küstengegenden, Flüsse traten über die Ufer und Häuser stürzten ein. Der Wind habe Bäume und Strommasten umgerissen. Am Abend steuerte der Sturm leicht abgeschwächt über die Bahamas nach Norden. Allein in der Provinz Santiago de Cuba starben nach Angaben des Zivilschutzes neun Menschen, vier davon beim Zusammenbruch ihrer Häuser.

Erdrutsche und Überschwemmungen

In Haiti, das nur von den Ausläufern des Wirbelsturms getroffen wurde, kamen die Menschen im westlichen Departement Grand Anse durch Erdrutsche um, oder sie ertranken in Überschwemmungsgebieten, wie lokale Medien am Abend berichteten.

"Sandy" brachte in Santiago de Cuba über 4.000 Häuser zum Einsturz und beschädigte die Dächer von rund 27.000 Häusern, wie die Behörden nach ersten Erhebungen mitteilten. In der ganzen Region stürzten Bäume und Strommasten um. Auch die Stadt Holguín wurde von dem Sturm schwer heimgesucht, wie die Zeitung "Juventud Rebelde" berichtete. Präsident Raúl Castro kündigte an, die Region besuchen zu wollen.

Betroffen war am Donnerstag bereits auch der Süden des US-Staates Florida, wo heftige Regenfälle niedergingen. Am Flughafen von Miami wurden die Flüge in die Karibik eingestellt.

Tropensturm auf den Philippinen

Beim Tropensturm "Son-Tinh" auf den Philippinen sind unterdessen sechs Menschen ums Leben gekommen. Wie die Katastrophenschutzbehörde am Freitag mitteilte, wurden zudem sechs Menschen vermisst. Zehn erlitten Verletzungen.

Besonders betroffen waren Provinzen im Zentrum, im Osten und im Süden der Philippinen. Am Freitag normalisierten sich der Fähr- und Flugverkehr wieder. Mehr als 16.000 Reisende waren zwischenzeitlich festgesessen. Schwere Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Der Sturm erreichte Spitzengeschwindigkeiten von 90 Stundenkilometer.