Die nordamerikanischen Pazfikküsten erwarten einen Tsunami. - © APAweb/reuters/Steve Nesius
Die nordamerikanischen Pazfikküsten erwarten einen Tsunami. - © APAweb/reuters/Steve Nesius

Honolulu/Vancouver.  Ein schweres Erdbeben in der kanadischen Provinz British Columbia hat Teile Nordamerikas und des pazifischen Ozeans in Aufruhr versetzt. Nach dem Beben der Stärke 7,7 wurden in mehreren Regionen Tsunamiwarnungen abgegeben. Auf der Inselgruppe Hawaii flüchteten Tausende, als die ersten Wellen kleiner ausfielen als befürchtet, wurde vorsichtig Entwarnung gegeben.

  In der Nacht auf Sonntag setzte das Tsunami-Warnzentrum den Alarm bald nach Eintreffen der ersten Wellen auf einen Tsunami-Hinweis herunter. Auch die Anordnung zur Evakuierung wurde aufgehoben, wie ein Vertreter des Katastrophenschutzes auf Hawaii mitteilte. Der Geophysiker Gerard Fryer sagte, er habe mit etwas größeren Wellen gerechnet. Gemessen wurden Wellen von unter einem Meter, und es gab zunächst keine Berichte über größere Überschwemmungen.

Tsunamiwarnungen auch am Kontinent
Auch für die Küstengebiete von British Columbia und Alaska zwischen dem Norden der Vancouver-Insel und dem Cape Decision gaben kanadische Behörden eine Tsunami-Warnung aus. Nach Informationen des Senders CNN galt die Tsunami-Warnung auch für den Norden Kaliforniens sowie den südlichen Teil des US-Bundesstaates Oregon. In Kaliforniern war bereits eine kleine Tsunami-Welle von 67 Zentimetern gemessen worden. Berichte über Schäden lagen nicht vor.

Das schwere Erdbeben erreichte am Samstagabend (Ortszeit) nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,7. Das Zentrum des Bebens habe auf der Inselgruppe Haida Gwaii etwa 200 Kilometer südwestlich von Prince Rupert in der kanadischen Provinz British Columbia in gut 17 Kilometern Tiefe gelegen. Berichte über Opfer oder Schäden gab es dort zunächst nicht.