Das ist keine Szene aus John Carpenters "Escape from New York" (Die Klapperschlange), sondern die Stadt kurz vor der Ankunft des Sturms. - © apaweb / EPA - Layne
Das ist keine Szene aus John Carpenters "Escape from New York" (Die Klapperschlange), sondern die Stadt kurz vor der Ankunft des Sturms. - © apaweb / EPA - Layne

Der Sturm "Sandy" hat in der Nacht auf Dienstag (MEZ)  das Festland im Bundesstaat New Jersey erreicht. Obwohl die Experten "Sandy" vom Hurrikan zum Post-Tropensturm herabstuften, erreichte er Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 Kilometer pro Stunde. Im Dorf King's Point in New York reichten die Wellen eine Höhe von 3,8 Metern.

In der beliebten Freizeitstadt Atlantic City wurden schon vor dem Eintreffen des Sturms die Straßen überschwemmt.

Zur Zeit der Landung des Sturms um 1 Uhr MEZ waren bereits 2.2 Millionen Menschen ohne Stromversorgung. Die Zahl stieg binnen kurzer Zeit auf 4 Millionen. In New York konnte man verfolgen, wie das Energieunternehmen Con Edison Bezirk um Bezirk abschaltete, während sich "Sandy" näherte. Auch das Licht der Freiheitsstatue wurde abgedreht.

Das öffentliche Leben an der US-Ostküste ist praktisch zum Stillstand gekommen. Die Flughäfen La Guardia-Flughafen und JFK haben den Betrieb auf unbestimmte Zeit eingestellt. Der öffentliche Verkehr ruht schon seit Montagfrüh. Neben Einsatzfahrzeugen waren in New York bald nur mehr die bekannten gelben Taxis unterwegs. Am Battery Park stieg der Hudson schon vor der Ankunft des Sturms über die bisherige Höchstmarke von 3,05 Meter. Der nationale Wetterdienst sagte 3,66 Meter voraus. Im East Village floß das Wasser rund einen Meter hoch durch die Straßen.

Im Stadtteil Queens wurde ein Mann in seiner Wohnung von einem Baum erschlagen, der auf das Haus fiel. Mehrere U-Bahn-Stationen wurden überschwemmt.

Die Verantwortlichen nehmen den Monstersturm sehr ernst. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums waren bereits am Montag 1900 Soldaten der Nationalgarde wegen "Sandy" im Einsatz. Weitere 60.000 Mann sind in Bereitschaft, um im Katastrophenfall zu helfen. Auch 140 Hubschrauber stehen zur Verfügung. Mit großem Aufwand versuchen sich die Menschen vor dem Unwetter zu schützen. Die Sturmschäden könnten mehrere  Milliarden Dollar ausmachen.

Google hat eine interaktive Landkarte online gestellt, auf der die Informationen der Katastrophenhilfe, der meteorologischen Institute und der Notfallseinrichtungen aktuell eingespielt werden. Zusätzlich lassen sich Videos und Bilder von Webcams in den bedrohten Gebieten aufrufen.