Der Amerikaner James Holmes, der in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado zwölf Menschen erschossen haben soll, will sich schuldig bekennen, um einer möglichen Todesstrafe zu entgehen. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Allerdings habe die Staatsanwaltschaft noch nicht entschieden, ob sie auf die Forderung nach der Todesstrafe verzichten will, teilten die Anwälte von Holmes mit. Die nächste Anhörung ist für kommenden Montag geplant.

Das Hauptverfahren soll im August beginnen. Dem mutmaßliche Amokläufer wird vorgeworfen, am 20. Juli 2012 während einer "Batman"-Filmpremiere in einem Kino in der Stadt Aurora 12 Menschen erschossen und 58 verletzt zu haben. Er soll sich in 166 Anklagepunkten verantworten, allen voran Mord und versuchter Mord. Der heute 25-Jährige war direkt nach dem Amoklauf im Kino festgenommen worden. Strittig ist, ob Holmes zum Zeitpunkt der Tat geistig krank war, was bedeuten würde, dass er nicht für das Verbrechen bestraft werden kann.

Die Staatsanwaltschaft hat bis zum 1. April Zeit zu entscheiden, ob sie die Todesstrafe beantragen will. Der Prozess soll am 5. August mit der Auswahl der Jury beginnen.