Phoenix (Arizona). Im US-Bundesstaat Arizona sind 19 Feuerwehrleute bei einem riesigen Buschbrand ums Leben gekommen. Die Gruppe habe am Sonntag versucht, die Feuerwalze in der Nähe der Kleinstadt Yarnell knapp 130 Kilometer nordwestlich von Phoenix einzudämmen, sei dann aber offenbar von den rasch näher kommenden Flammen erfasst worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Einsatzbehörde dem Sender CNN.

Die Getöteten waren den Angaben zufolge damit beschäftigt, einen Schutzstreifen und einen Fluchtweg zu schaffen, als sie ein Opfer der Flammen wurden. Die Behörden nehmen laut CNN an, dass ein Blitzschlag den Brand auslöste. Das Feuer brach am Freitag aus und hat mittlerweile eine Fläche von mehr als 400 Hektar niedergebrannt. Die Behörden ordneten die Evakuierung von Yarnell und dem Nachbarort Peeples Valley an, wo zusammen etwa 1000 Menschen leben.

48 Grad in Las Vegas

Eine Hitzewelle hat Arizona und mehrere weitere Bundesstaaten im Westen der USA fest im Griff. Hunderte Menschen mussten deswegen in Krankenhäusern behandelt werden. In Las Vegas im Bundesstaat Nevada fanden die Rettungskräfte einen toten Mann in dessen Wohnung, die keine Klimaanlage hatte. In der Glücksspielmetropole wurden am Wochenende 48 Grad gemessen, so viel wie nie zuvor.

Auch in Dutzenden anderen Städten wurden die bisherigen Temperatur-Rekorde geknackt. Gemeindezentren, Büchereien und Obdachlosenheime wurden mit zusätzlichen Klimageräten ausgestattet. Die Behörden warnten vor zu langen Aufenthalten im Freien und potenziell tödlichen Hitzeschlägen.