New York (fez). Das Unglück der Welt ist gut dokumentiert, nicht zuletzt von der UNO. Doch die beschäftigt sich seit 2012 auch mit dem globalen Glück. Der regelmäßig erscheinende "World Happiness Report", herausgegeben vom Wissenschaftler-Netzwerk SDSN, soll aber nicht nur Glücksgefühle widerspiegeln, sondern auch handfeste Grundlagen für politische Entscheidungen liefern. Das Resümee der aktuellen Ausgabe 2013: Die Welt ist in den letzten zwei Jahren insgesamt glücklicher geworden, allerdings nur ein wenig.

An den grundsätzlichen Konstellationen, etwa am Nord-Süd-Gefälle, hat sich wenig geändert. Am besten lebt es sich im kalten Norden Europas, Dänemark (Platz 1), Norwegen (2.), Schweden (5.) und Finnland (7.) zählen zu den glücklichsten Ländern der Welt. Auch in der Schweiz (3.) und den Niederlanden (4.) lässt es sich offensichtlich vortrefflich leben. Auf dem 6. Platz folgt mit Kanada das erste nicht-europäische Land.


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Die Studie verortet Österreich am 8. Platz - mit 7369 "Glückspunkten". Deutschland belegt mit 6672 Punkten den 26. Rang. Dänemark auf Platz 1 erhielt 7693 Punkte, das letztgereihte Land Togo 2936 Punkte. Ruanda, Burundi, die Zentralafrikanische Republik, Benin und Togo zählen zu den Ländern, in denen das Leben nicht besonders glücklich verläuft.

Den stärksten "Glückszuwachs" in den letzten 8 Jahren gab es in Angola, das 1438 Punkte dazu gewann. Auch in Österreich gab es ein kleines "Glückswachstum" von 247 Punkten. Zu den Verlierern in diesem Zeitraum zählen Griechenland (-891) und Ägypten (-1153). Die lebensweltlichen Dimensionen, nach denen im Report Glück beurteilt wird, reichen von Arbeitszufriedenheit über Sicherheitsgefühl bis hin zur Qualität von Regierung und Verwaltung.

Insgesamt 156 Länder wurden von dem Report unter die Lupe genommen. Die Autoren plädieren dafür, dass die Staatenlenker das Wohlbefinden ihrer Bürger im Auge haben sollten: "Die Politik sollte überall auf der Welt stärker berücksichtigen, was Menschen unter Glück verstehen", heißt es in dem Bericht.