Der Ebola-Epidemie in Guinea sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO seit dem Ausbruch im Jänner mehr als 200 Menschen zum Opfer gefallen. Wie die Organisation am Mittwoch mitteilte, wurden in dem afrikanischen Land seit Jahresbeginn 328 Verdachtsfälle registriert, von denen 208 tödlich endeten. In Sierra Leone starben sechs Menschen infolge der Epidemie, in Liberia etwa ein Dutzend.


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WHO: Ebola FAQ
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Die WHO widerspricht mit ihrem aktuellen Bericht lokalen Behörden, die von einem Rückgang der Informationen berichteten. Dagegen spricht auch die Tätigkeit der Organisation Ärzte ohne Grenzen. Sie errichtet in Koindu (Sierra Leone) gerade eine weitere Isolationsstation.

Ebola wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Bis heute gibt es weder Impfungs- noch Therapiemöglichkeiten gegen Ebola.

(APA, Reuters, MSF)