Erdrutsche und Überschwemmungen haben in Japan etwa 40 Menschen das Leben gekostet. Rund 900 Japaner sind durch die Naturkatastrophe nach heftigen Regenfällen im Westen des Landes obdachlos geworden.

Die Polizei in der Präfektur Hiroshima sprach am späten Mittwochabend (Ortszeit) von 36 Opfern, bis zu sieben Menschen wurden den Berichten zufolge noch vermisst.

Unter den Toten seien auch ein zweijähriges und ein elfjähriges Kind, die in Hiroshima verschüttet wurden. Ministerpräsident Shinzo Abe kehrte aus seinem Urlaub nach Tokio zurück. Er erklärte, die Regierung habe mehr als 500 Soldaten für die Rettungsarbeiten nach Hiroshima geschickt. Örtliche Stellen hatten um Unterstützung gebeten.

Die Behörden hatten am Mittwochmorgen vor Erdrutschen in dem besonders betroffenen Stadtteil Asakita gewarnt. Sie räumten aber ein, dass die Warnung möglicherweise zu spät gekommen sei. "Es ist bedauerlich, dass die Aufforderung zur Evakuierung erst erfolgte, nachdem das Unglück geschehen ist", sagte Hiroshimas Bürgermeister Kazumi Matsui dem Sender NHK. Meteorologen warnten vor neuen Schlammlawinen, Überschwemmungen und Hochwasser in Flüssen in weiten Teilen Westjapans.