Mexiko-Stadt. In den vergangenen Jahren haben mexikanische Ermittler über 600 Leichen in Massengräbern entdeckt. Seit Anfang 2007 seien 601 Tote in 174 Gräbern gefunden worden, berichtete die Zeitung "El Universal" am Mittwoch.

80 Prozent der Leichen konnten demnach nicht identifiziert werden. Insgesamt wurden die Ermittler in 16 der 31 Bundesstaaten und dem Hauptstadtbezirk fündig.

Die meisten Massengräber wurden im Bundesstaat Guerrero entdeckt, wo im September vergangenen Jahres 43 Studenten verschleppt und vermutlich getötet worden waren. Die mexikanischen Verbrechersyndikate verscharren ihre Opfer häufig in Massengräbern an geheimen Orten. Menschenrechtsorganisationen machen allerdings auch die staatlichen Sicherheitskräfte für das sogenannte Verschwindenlassen von Menschen verantwortlich.