Mehr als 200 Elefanten wurden im kongolesischen Garamba-Nationalpark seit April 2014 von Wilderern getötet. Damals zählte man 1780 Tiere, zwanzig Jahre zuvor waren es noch 11000.

Gingen die Wilderer damals noch mit traditionellen Speeren auf die Jagd, so töten sie heute mit automatische Waffen. Und nicht bloß Tiere. Im Oktober starben drei Ranger und ein Soldat bei einem Scharmützel mit einer Gruppe von Wilderern. Im südlich gelegenen Virunga Park wurde zuletzt im Juni ein Ranger bei einem Überfall getötet. Die Nachrichtenagentur AP zitiert Leon Lamprecht, den Direktor der African Parks, die Garamba verwaltet: "Die Bedrohung ist heute durchgehend militarisiert."


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Tusk Wars: Inside the LRA and the Bloody Business of Ivory
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Garamba liegt im Einzugsgebiet von der Lord’s Resistance Army (LRA), die seit ihrer Vertreibung aus Uganda in der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und dem Südsudan aktiv ist. Die auch gegen die Zivilbevölkerung äußerst brutal agierende Gruppe verwendet Elfenbein zum Erwerb von Waffen und Munition im Sudan. Die Nachfrage danach ist groß, da die LRA in aufreibende Kämpfe mit Truppen der Afrikanischen Union verstrickt ist.

Gruppen wie das Enough Project weisen auf die sudnesische Unterstützung der mörderischen Gruppe durch sudanesische Behörden hin.