Manila. Fast vier Monate nach seiner Entführung ist ein deutscher Segler von der philippinischen Islamistengruppe Abu Sayyaf getötet worden. Nachdem ein entsprechendes Video im Internet aufgetaucht war, hat das deutsche Außenministerium die Ermordung der Geisel bestätigt und als grausamen Terrorakt verurteilt.

"Es gibt nun keinen vernünftigen Zweifel mehr, dass der auf den Philippinen entführte Deutsche nicht mehr am Leben ist. Wir sind zutiefst erschüttert über das unmenschliche und grausame Vorgehen der Täter", erklärte ein Sprecher am Montag.

Der Segler Jürgen K. war im November mit seinem Boot entführt werden, seine Partnerin wurde damals getötet. Die Islamisten hatten 570.000 Euro Lösegeld für den Mann gefordert.

Unter dem Einfluss des Terrornetzwerks Al-Kaida von Osama bin Laden entstand 1991 die Organisation Abu Sayyaf ("Schwertträger"). Sie terrorisiert die Bevölkerung mit Anschlägen und finanziert sich mit der Entführung von Ausländern und Lösegelderpressungen. Ihr mittlerweile getötete Gründer Abdurajak Janjalani ließ sich in Saudi-Arabien zum Islamgelehrten ausbilden.