Tegucigalpa/Washington. Ein schweres Erdbeben hat Honduras erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,6 lag in zehn Kilometer Tiefe und etwa 250 Kilometer nördlich von Puerto Lempira in der Karibik. Der honduranische Katastrophenschutz gab die Stärke mit 7,8 an.

Das Beben sei in weiten Teilen des mittelamerikanischen Landes zu spüren gewesen, berichtete die Zeitung "El Heraldo". Es wurde eine Tsunami-Warnung u.a. für Honduras, Guatemala, Costa Rica, Panama, Nicaragua, Mexiko, Belize, Cuba, Jamaika und die Cayman-Inseln herausgegeben. In einem Umkreis von tausend Kilometern seien "gefährliche Tsunamiwellen" möglich, erklärte das US-Tsunami-Warnzentrum. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum warnte vor bis zu ein Meter hohen Wellen in Puerto Rico und den US-Virgin Islands.

 Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht. Die Wahrscheinlichkeit schwerer Schäden und Todesopfer sei gering, schrieben die USGS-Experten. In den Nachbarländern Guatemala, Costa Rica und El Salvador war der Erdstoß ebenfalls zu spüren. Auch im mexikanischen Teilstaat Quintana Roo mit den beliebten Urlaubsorten Cancun und Playa del Carmen spürten die Menschen das Beben.