Tandalu Banti. - © Walther
Tandalu Banti. - © Walther

Ginde Beret. (wak) Das Leben von Tandalu Banti hat sich deutlich verändert. Als die "Wiener Zeitung" sie vor drei Jahren zum ersten Mal besuchte, war das Wort "morgen" für sie fremd. Sie musste von Tag zu Tag schauen, wie sie über die Runden kommt.

Die alleinerziehende Mutter von fünf Kindern - ihr Mann hat sie verlassen - lebte in einer winzigen Hütte, die aus einem Raum besteht. Ihr gehören nur 1250 Quadratmeter Land. Der Tag war ausgefüllt mit der Beschaffung von Wasser und dem Bestellen ihrer Feldes sowie Gelegenheitsarbeit für andere. "Menschen für Menschen" bot ihr Kurse in Haushaltsökonomie an, wodurch die Frau ein Taggeld ergattern konnte. Das machte sie wiederum förderwürdig, um in eine Mikrokredit-Gruppe der Organisation aufgenommen zu werden. Mit dem Geld kaufte sie sich eine trächtige Kuh. Das geborene Kalb taufte sie "Geschenk Gottes" - es soll in der Landwirtschaft helfen. Inzwischen pflanzt Frau Banti auch Gemüse an, dank den Landwirtschaftskursen von MfM. Aus der Milch stellt Banti Produkte her, die sie am Markt verkauft. Frau Banti schmiedet Pläne: Die Hütte sei zu klein, das Dach tropft. Vielleicht werde sie einmal eine größere haben, sagt sie und lächelt.