Neu-Delhi. Nach blutigen Protesten gegen ein Kupferwerk im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu hat die Regionalregierung die endgültige Schließung der Fabrik angeordnet. Das teilte Regierungschef Edappadi K Palaniswami am Montag mit. Kritiker hatten der Betreiberfirma Vedanta in der Hafenstadt Thoothukudi vorgeworfen, die Fabrik verschmutze die Umwelt und schade der Gesundheit der Anrainer.

Vedanta weist die Vorwürfe zurück. Bei Protesten am vergangenen Dienstag hatten Demonstranten vor Ort die Schließung des Werks gefordert. Nach Angaben der Polizei hatten Sicherheitskräfte auf gewalttätige Demonstranten geschossen, die Regierungsgebäude verwüstet und Autos angezündet hätten. Dabei waren 13 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 40 weitere verletzt worden. Die Regionalregierung ordnete Ermittlungen zu dem Vorfall an.