Bamako. Mutmaßliche Dschihadisten haben im westafrikanischen Mali mindestens zwölf Zivilisten getötet. Ein Beamter des Gouverneursbüros von Menaka, der größten Stadt in dem Gebiet im Nordosten nahe der Grenze zum Niger, sagte am Sonntag, bewaffnete Männer auf Motorrädern hätten auf einem Markt im Ort Injagalane in die Menge geschossen. Demnach wurden 14 Menschen getötet.

Zwei von Tuareg-Rebellen dominierte bewaffnete Gruppen, Gatia und MSA, sprachen von zwölf getöteten Zivilisten.

Viele Zivilisten unter den Opfern des Konflikts

In der Region nahe der Grenze zum Niger gibt es regelmäßig Kämpfe zwischen Extremisten, die der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen haben, auf der einen Seite und den Gruppen Gatia und MSA auf der anderen Seite. In den vergangenen Monaten wurden dabei mehr als hundert Menschen getötet, darunter viele Zivilisten.

2012 hatten mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten und Tuareg-Rebellen zurück. Frankreich unterstützt außerdem die G5-Sahel-Truppe - die gemeinsame Militäreinheit der Sahel-Staaten im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten. Dazu kommt der UNO-Einsatz Minusma in Mali mit rund 12.000 Soldaten. An dem 2013 gestarteten Einsatz ist auch die deutsche Bundeswehr beteiligt. Ganze Regionen sind aber weiter nicht unter Kontrolle.