Riesige Überschwemmungen richten in Laos enorme Schäden an. Mehrere Menschen kommen ums Leben. - © APAweb / AFP
Riesige Überschwemmungen richten in Laos enorme Schäden an. Mehrere Menschen kommen ums Leben. - © APAweb / AFP

Vientiane. Nach dem Bruch eines Staudamms werden in Laos zahlreiche Tote befürchtet. Hunderte Menschen würden vermisst, nachdem der noch nicht fertige Damm gerissen sei und eine Flutwelle mehrere Dörfer überflutet habe, berichteten staatliche Medien. Die Behörden versuchten, Boote in den Südosten des Landes zu bringen, weil der Wasserspiegel im Tal weiter steige. Der Damm sollte für ein Wasserkraftwerk errichtet werden. Die Baugesellschaft erklärte, schwere Regenfälle hätten den Kollaps ausgelöst. "Wir haben Rettungsteams im Einsatz und wollen Menschen aus Dörfern unterhalb des Dammes retten", sagte ein Sprecher von SK Engineering & Construction.

Der Damm war am Montagabend gebrochen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur flossen fünf Milliarden Kubikmeter Wasser zu Tal. Die Wassermasse wäre damit größer als der Inhalt des Starnberger Sees.

Das kommunistische Laos, eines der ärmsten und abgeschottesten Länder Asiens, will die Batterie der Region werden und baut daher eine Reihe von Wasserkraftwerken. Das Kraftwerk am gebrochenen Damm sollte 2019 den Betrieb aufnehmen und 90 Prozent des Stroms an Thailand liefern.