Damaskus. Bei einer Reihe von Anschlägen im Süden Syriens sind nach Behördenangaben am Mittwoch mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Bei Selbstmordattentaten in der Stadt Sweida und der gleichnamigen Provinz gab es zudem 37 Verletzte, wie ein Vertreter des Gesundheitsamtes dem staatlichen Rundfunk mitteilte. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wird in den Berichten als Drahtzieher genannt.

Die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" meldete mindestens 40 Tote, darunter mehrere Zivilisten. Demnach hätten sich alleine in der von der Regierung in Damaskus kontrollierten Stadt Sweida drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein dichtes Netz von Informanten. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite aber kaum zu überprüfen.

Die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete unterdessen, ein Attentäter habe sich in einem Markt in die Luft gesprengt. Dabei habe es Opfer gegeben, hieß es, ohne dass die Agentur genauere Angaben machte. Die Sicherheitskräfte verfolgten mindestens zwei weitere Attentäter. Diese hätten sich selbst und ihre Verfolger getötet.