Jakarta. Nach dem Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok sitzen mehr als 500 Wanderer auf einem aktiven Vulkan fest. Betroffen seien 560 Touristen und Bergführer, teilte der Chef des Rinjani-Nationalparks, Sudiyono, am Montag mit. Ihnen wurde demnach durch Erdrutsche der Weg abgeschnitten. "560 Menschen sitzen noch immer fest", sagte der Nationalpark-Direktor. "500 befinden sich im Gebiet Segara Anakan und 60 in Batu Ceper." Durch das Beben war tonnenweise Geröll und Schlamm an dem Berg niedergegangen, die Wanderwege wurden nach dem Erdbeben gesperrt.

Hubschrauber und Rettungsteams zu Fuß wurden entsandt, um die Hänge des Bergs Rinjani abzusuchen. An dem Berg befinden sich zahlreiche Wanderwege, die bei Touristen beliebt sind. Das Beben der Stärke 6,4 hatte sich am Sonntag 50 Kilometer nordöstlich von Lomboks Hauptort Mataram ereignet. Mindestens 16 Menschen kamen ums Leben. Nach dem ersten Erdstoß gab es zwei weitere starke Beben sowie mehr als hundert Nachbeben.

Mehrere Österreicher unter den Betroffenen

"Wir sind von den indonesischen Behörden informiert worden, dass acht Österreicher als Besucher des Nationalparks registriert sind", sagte Thomas Schnöll, der Sprecher des Außenministeriums. In Wien bemüht sich das Außenministerium, den Kontakt zu Angehörigen der acht betroffenen Österreicher herzustellen. Die Wanderer waren mit mehreren lokalen Bergführern unterwegs. "Leider waren die Österreicher nicht reiseregistriert", sagte Schnöll.

Das Außenministerium rät Reisenden im Allgemeinen und Fernreisenden mit abgelegenen Zielen im Besonderen, die Möglichkeit einer Online-Registrierung (www.reiseregistrierung.at) in Anspruch zu nehmen.