Rimbo. Bei den Jemen-Friedensgesprächen in Schweden haben sich die Houthi-Rebellen und die Regierung auf eine Waffenruhe für die strategisch wichtige Hafenstadt Hodeidah geeinigt. Das Abkommen sehe auch eine beiderseitige Truppenverlagerung vor, sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Donnerstag am Verhandlungsort Rimbo nördlich der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Er würdigte die Gesprächsrunde als Ausgangspunkt für Frieden in dem Bürgerkriegsland. Die UNO werde eine "Schlüsselrolle" in der Hafenstadt spielen, fügte er hinzu. Der Hafen Hodeidah (Hodeida) ist zentral für die Versorgung des Landes, das unter einer schweren humanitären Krise leidet. Die Jemen-Verhandlungen gehen an diesem Donnerstag nach einer Woche zu Ende. Guterres zufolge einigten sich Rebellen und Regierung darauf, die Gespräche Ende Jänner fortzusetzen.

Im Jemen kämpfen Houthi-Rebellen seit mehr als vier Jahren gegen Anhänger der international anerkannten Regierung. Deren Truppen werden von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition mit Luftangriffen unterstützt. Das sunnitische Nachbarland Saudi-Arabien sieht in den Rebellen einen engen Verbündeten seines Erzfeindes, des schiitischen Iran.