Brüssel. Die NATO führt am Freitag erstmals in diesem Jahr Gespräche mit Russland. Die Botschafter beider Seiten kommen am Vormittag im NATO-Russland-Rat im Hauptquartier des Militärbündnisses in Brüssel zusammen, um 11.30 Uhr tritt NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg vor die Presse. Diplomaten zufolge drehen sich die Beratungen um die Zukunft des INF-Abrüstungsvertrags sowie um die Lage in der Ukraine und insbesondere im Schwarzen Meer.

Die USA und die NATO werfen Russland vor, mit seinem Raketensystem 9M729 gegen den INF-Vertrag zu mit Atomwaffen bestückbaren Mittelstreckenraketen zu verstoßen. US-Präsident Donald Trump droht, das 1987 geschlossene Abkommen aufzukündigen, wenn Moskau bis zum 2. Februar nicht einlenkt. Zudem hatte Ende November das gewaltsame Vorgehen der russischen Küstenwache gegen ukrainische Marineschiffe für Proteste der NATO gesorgt.