Washington. Der US-Senat hat sich mit breiter Mehrheit gegen die Pläne von Präsident Donald Trump für einen Truppenabzug aus Syrien und Afghanistan gestellt. Eine vom republikanischen Mehrheitsführer Mitch McConnell eingereichte Resolution wurde am Montag mit einer Mehrheit von 70 zu 26 Stimmen angekommen.

Dem Text zufolge könnte ein "übereilter Abzug von US-Truppen" aus beiden Ländern "hart erkämpfte Erfolge und die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten" gefährden. Trump hatte im Dezember angekündigt, die rund 2.000 in Syrien eingesetzten US-Soldaten abziehen zu wollen. Zur Begründung erklärte der US-Präsident, die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sei besiegt. Später relativierte er diese Aussage. Trump will zudem rund die Hälfte der 14.000 in Afghanistan stationierten US-Soldaten abziehen.

Pläne Trumps von beiden Ländern kritisiert

Die Pläne des Präsidenten stießen angesichts der schlechten Sicherheitslage in beiden Ländern bei Verbündeten wie auch in den USA auf scharfe Kritik. McConnell sagte vergangene Woche, der IS, das Terrornetzwerk Al-Kaida und ihre Verbündeten würden nach wie vor eine große Gefahr für die USA darstellen. Der am Montag im Senat beschlossene Text soll einem Gesetz zur Sicherheit im Nahen Osten hinzugefügt werden.

Der von Trumps Republikanern kontrollierte Senat hatte sich dem Präsidenten bereits im Fall des ermordeten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi offen entgegengestellt. Die Senatoren machten im Dezember in einer Resolution den mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman "verantwortlich für den Mord" an dem Regierungskritiker.

Der Senat forderte zudem in einer weiteren Resolution ein Ende der US-Unterstützung für den saudi-arabischen Militäreinsatz im Bürgerkrieg im Jemen.

Syriengipfel mit Putin, Erdogan und Rouhani

In den Bemühungen um Frieden in Syrien wollen die Staatschefs Russlands, des Irans und der Türkei in Sotschi zu einem weiteren Gipfeltreffen zusammenkommen. Das Treffen in der russischen Stadt am Schwarzen Meer werde am 14. Februar stattfinden, bestätigte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau.

Präsident Wladimir Putin plane dabei auch Einzelgespräche mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte das Treffen ebenfalls zuvor bestätigt. Details waren bisher nicht bekannt.

Russland und der Iran unterstützen im Bürgerkrieg den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, die Türkei dagegen die Opposition. Die drei Staaten sind die Garantiemächte bei den Verhandlungen in der kasachischen Hauptstadt Astana. Zuletzt hatten sich die drei Staatschef zu einem Gipfel im September in Teheran getroffen. Die Verhandlungen endeten jedoch ohne konkrete Ergebnisse.