Einer der Busse ging nach der Explosion in Flammen aus und musste von der Feuerwehr gelöscht werden. Die beschädigten Busse lagen in etwa hundert Meter Entfernung voneinander im Stadtzentrum in der Nähe des örtlichen Rathauses. Zu dem Anschlag bekannten sich in einem Flugblatt die Izzedin-al-Kassam-Brigaden, der der bewaffnete Arm der Hamas. Die Anschläge seien sei die "natürliche" Rache für die Liquidierungen der Führungsmitglieder Scheich Ahmed Yassin und Abdel Aziz Rantissi im Frühjahr sowie für die übrigen Tötungen, Vorstöße und Zerstörungen" in den Palästinensergebieten, erklärte Hamas-Sprecher Moshir al Masri in Gaza.

Es war das schwerste Attentat in diesem Jahr. Zuletzt hatte Ende Jänner ein palästinensischer Selbstmordattentäter in Jerusalem zehn Israelis mit sich in den Tod gerissen. Die palästinensische Autonomieregierung verurteilte die Tat.

Sharon will Gaza-Räumung beschleunigen

Israels Ministerpräsident Ariel Sharon will unterdessen den geplanten Abzug aus dem Gazastreifen trotz Widerstands in seiner Likud-Partei beschleunigen. "Der Abzugsplan wird durchgeführt, Punkt", sagte Sharon in Jerusalem. Ein entsprechendes Gesetz wolle er dem Parlament bis zum 3. November vorlegen. Dem Kabinett will der Ministerpräsident bis zum 27. September einen Rückzugsplan für die israelische Armee und Siedler aus dem Gebiet präsentieren, das von den Palästinensern als Teil eines eigenen Staates beansprucht wird.

Unmittelbar vor der Sitzung Sharons sagte ein enger Mitarbeiter, es sei nicht ausgeschlossen, dass einige der 21 Siedlungen im Gazastreifen und vier Siedlungen im Westjordanland noch vor Jahresende geräumt werden könnten. Dies gelte für den Fall, dass die Einwohner vorgezogenen Entschädigungszahlungen zustimmten. Damit könne auch die Evakuierung anderer Siedlungen beschleunigt werden, so der Sprecher.